Drama am Comersee: Florijana Ismaili starb an Atemstillstand

Die Obduktion des Leichnams deutet auf Sauerstoffmangel als Todesursache hin. Laut einem ersten Bericht der Behörden kann ein thermischer Schock ausgeschlossen werden.

Jocelyn Daloz
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Florijana Ismaili, Fussball-Nationalspielerin, ertrank im Comersee.

Florijana Ismaili, Fussball-Nationalspielerin, ertrank im Comersee.

Über die Todesursache der am Samstag verstorbenen Fussballerin Florijana Ismaili ist nun mehr bekannt. Die Nationalspielerin war bei einem Badeunfall im Comersee verschwunden und drei Tage später tot aufgefunden worden. Wie das Tessiner Newsportal Tio.ch und 20 Minuten nun schreiben, soll Ismaili an einem plötzlichen Atemstillstand gestorben sein. Der Staatsanwalt von Como, Nicola Piacente, erklärte, dass zum jetzigen Zeitpunkt nichts für einen Thermoschock spreche.

Abschlussbericht in einem Monat

Das ist auf jeden Fall einem ersten Obduktionsbericht zu entnehmen. Die Staatsanwaltschaft wartet jedoch noch den abschliessenden Bericht ab, bevor Thermoschock als Todesursache komplett ausgeschlossen werde. Der Abschlussbericht wird in rund einem Monat erwartet.

Weiter gab Staatsanwalt Piacente gegenüber Tio.ch an, dass Ismaili vor ihrem Tod eine reichliche Mahlzeit zu sich genommen hatte. Dies hätte einen Einfluss auf den Tod der jungen Fussballerin gehabt haben können.

Schliesslich zeigte sich der Staatsanwalt betroffen: «Es war ein tragischer Unfall. Es bestürzt mich zutiefst, dass ein junger Mensch und ein grosses Fussballtalent so jäh aus dem Leben gerissen wurde.»

Der Leichnam sei mittlerweile der Familie übergeben worden und könne in die Schweiz überführt werden.