Dortmund-Trainer Klopp hat genug

Die Wege von Borussia Dortmund und seinem Trainer Jürgen Klopp trennen sich Ende Saison. Nachfolger Klopps könnte - wie schon seinerzeit in Mainz - Thomas Tuchel werden.

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Jürgen Klopp hat genug von seinem Traineramt in Dortmund. (Bild: Keystone)

Jürgen Klopp hat genug von seinem Traineramt in Dortmund. (Bild: Keystone)

"Klopp will nicht mehr": So titelte die deutsche Bild am Mittwochmorgen auf ihrem Online-Portal - und schrieb, der langjährige Trainer von Borussia Dortmund habe den Verein um die Auflösung des bis 2018 laufenden Vertrages per Ende Saison gebeten. Wie Bild erfahren haben wollte, fühlt sich Klopp nach sieben Jahren und drei Titeln bei den Borussen ausgelaugt - er wolle sich eine Auszeit nehmen nach einer schwierigen Saison, in der Borussia Dortmund die abstiegsbedrohte Zone erst vor wenigen Spieltagen verlassen konnte.

"Ich bin nicht müde"
Anfang Nachmittag bestätigte Borussia Dortmund das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp per Ende Saison. An einer Medienkonferenz betonte Jürgen Klopp, er sei nicht müde und wolle auch keine Auszeit nehmen, wobei er keinen neuen Verein in der Hinterhand habe. Er betonte mehrfach, Borussia Dortmund habe es verdient, vom zu 100 Prozent richtigen Trainer geführt zu werden. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr der Fall gewesen, deshalb habe man die Konsequenzen ziehen müssen. Er habe immer betont, er werde aufhören, wenn er nicht mehr der perfekte Trainer für den BVB sei.

"Vieles hätte sich ändern müssen"
Probleme zwischen ihm und dem Team dementierte Jürgen Klopp - es habe nie einen Riss gegeben, sagte er auf eine entsprechende Nachfrage. "Borussia Dortmund braucht eine Veränderung", so Klopp. Jetzt gehe er - ansonsten hätten sich viele andere Dinge in Dortmund ändern müssen. Der letzte Traum, den Jürgen Klopp in Dortmund noch hat, ist es nach seinen Angaben, die bestmögliche Rangierung in der Tabelle herauszuholen und den DFB-Pokal zu holen.

Kommt Tuchel?
Angaben zu einem Nachfolger Jürgen Klopps wurden an der Medienkonferenz nicht gemacht. Als aussichtsreichster Bewerber wurde zunächst der frühere Mainz-Trainer Thomas Tuchel gehandelt. Er hatte Klopp bereits in Mainz beerbt, als dieser zum BVB wechselte. Übernimmt Tuchel tatsächlich in Dortmund, wäre das auch die Erklärung dafür, dass er nicht wie vermutet Trainer des Hamburger Sportvereins wird. Die abstiegsbedrohten Hanseaten hatten am Mittwochmorgen überraschend nicht Tuchel, sondern Bruno Labbadia als neuen Übungsleiter präsentiert. (dwa)

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