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Dortmund patzt im Revierderby

Borussia Dortmund kassiert in der viertletzten Runde der Bundesliga womöglich die entscheidende Niederlage im Titelrennen. Der BVB verliert das Revier-Derby gegen Schalke zu Hause 2:4.
Oliver Mucha und Thomas Lipinski (SID)
Rote Karte: Dortmunds Marco Reus (gelbes Trikot) flog in der 60. Minute nach einem Foul an Suat Serdar (unten) vom Platz. (Bild: David Hecker/EPA (Dortmund, 27. April 2019))

Rote Karte: Dortmunds Marco Reus (gelbes Trikot) flog in der 60. Minute nach einem Foul an Suat Serdar (unten) vom Platz. (Bild: David Hecker/EPA (Dortmund, 27. April 2019))

Doppeltorschütze Daniel Caligiuri, Salif Sane und der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo sorgten für den ersten Schalker Sieg in Dortmund seit Oktober 2012. Auch damals war Huub Stevens der Trainer. Die Schalker dürften den Klassenerhalt damit sicher haben. Damit kann Bayern München am Sonntag mit einem Sieg beim 1. FC Nürnberg seinen Vorsprung auf den BVB auf vier Zähler ausbauen.

Dortmunds Trainer Lucien Favre fühlte sich nach der bitteren 2:4-Niederlage im Revierderby betrogen. «Das ist so lächerlich. Die Leute, die diese Regel erfunden haben, können nicht mehr in den Spiegel sehen. Sie haben keine Ahnung vom Fussball. Das ist der grösste Skandal. Das ist eine grosse Schande für den Fussball», sagte der Schweizer über den Handelfmeter von Caligiuri, der zum zwischenzeitlichen 1:1 führte.

Sancho von Feuerzeug am Kopf getroffen

Embolo hatte den Dortmunder Innenverteidiger Julian Weigl aus kurzer Entfernung angeschossen. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Studium der Bilder zum Entsetzen der Dortmunder auf Elfmeter. «Man muss sich die Arme abschneiden. Aber ohne Arme hat man kein Gleichgewicht mehr. Das hat nichts mit Fussball zu tun», sagte Favre, dessen Team nach den roten Karten gegen Marco Reus und Marius Wolf das Spiel in doppelter Unterzahl beendete. «Es war keine gute Leistung vom Schiedsrichter.»

Schalke-Trainer Stevens wählte eine defensive Herangehensweise und formierte sein Team in einem 5-3-2-System. Die Gastgeber hatten dadurch viel Ballbesitz, dem BVB mangelte es aber zunächst an Tempo und Ideen. Einzige Ausnahme: Wenn Jungstar Jadon Sancho den Ball hatte, wurde es gefährlich. Der englische Nationalspieler leitete auch die Führung mit einem sehenswerten Lupfer auf Mario Götze ein. Der deutsche WM-Held von 2014 veredelte das Zuspiel per Kopf. Beim anschliessenden Jubel vor dem Schalker Fanblock wurde Sancho von einem Feuerzeug am Kopf getroffen. Nach einer Behandlungspause konnte er aber weiterspielen. Die Gäste erholten sich vom Schock des Rückstands schnell, agierten danach mit Leidenschaft und gingen aggressiv in die Zweikämpfe. Der BVB kam im ersten Durchgang überhaupt nicht ins Spiel und offenbarte wieder einmal seine Anfälligkeit bei Standardsituationen. Nach einem Eckball von Caligiuri köpfte Sane zur Führung der Königsblauen ein.

Dortmund sieht in fünf Minuten zweimal Rot

Den Dortmundern fehlte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit die spielerische Linie, viele Fouls und Unterbrechungen hinderten ausserdem den Spielfluss. Favre reagierte und brachte in der 56. Minute seinen Super-Joker Paco Alcacer. Doch als der BVB den Druck erhöhen wollte, flog Reus nach Foul an Suat Serdar vom Platz (60.) und Caligiuri schlenzte den anschliessenden Freistoss in den Winkel. Danach verloren die Dortmunder die Nerven und Wolf sah ebenfalls die rote Karte (65.).

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