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Dortmund-Goalie Marwin Hitz vor dem Spiel gegen den FCSG im Interview: «Für den FC St. Gallen zu spielen war stets mein Traum»

Wir trafen Dortmund-Goalie Marwin Hitz aus Freidorf zum Interview im Trainingslager in Bad Ragaz. Der Fussballer über seine Karriere, den Hausbau in Freidorf und Grün-Weiss.
Manuel Nagel
Im Grand Ressort Bad Ragaz bereitet sich der Thurgauer Marwin Hitz mit Borussia Dortmund auf die neue Saison vor. Am Dienstagabend spielt er gegen den FC St. Gallen. (Bild: Claudio Thoma, Altach, 27. Juli 2019)

Im Grand Ressort Bad Ragaz bereitet sich der Thurgauer Marwin Hitz mit Borussia Dortmund auf die neue Saison vor. Am Dienstagabend spielt er gegen den FC St. Gallen. (Bild: Claudio Thoma, Altach, 27. Juli 2019)

Als Sie als junger Goalie die Schweiz in Richtung Bundesliga verliessen, da waren Sie 20 Jahre alt und das neue Stadion in St. Gallen war erst gerade eingeweiht worden. Welche Erinnerungen haben Sie an diesen Sommer 2008?

Marwin Hitz: Das war für mich ein sehr spezieller Sommer. Ich flog nach Wolfsburg für ein Probetraining. Der Verein war damals sehr ambitioniert. Ich erhoffte mir eigentlich nicht allzu viel und gab einfach mein Bestes. Ein paar Tage später bekam ich den Bescheid, dass Wolfsburg mich verpflichten möchte.

Über Augsburg sind Sie schliesslich in Dortmund gelandet. War bei diesem Wechsel auch etwas Kalkül dabei, weil die Borussia sich jeweils in der Ostschweiz auf die Saison vorbereitet? Für Ihre Familie ist das ja nur ein Katzensprung, um Sie hier im Training zu besuchen.

Das war natürlich der Hauptgrund, dass ich nach Dortmund gegangen bin. Nein, Spass beiseite. Dortmund ist ein Riesenverein. Aber es ist natürlich schön, das Trainingslager an so einem schönen Ort in der Heimat absolvieren zu können. Meine Familie wird noch vorbeikommen und auch am Dienstagabend im Stadion sein, wenn wir gegen den FC St. Gallen spielen.

In den vergangenen zwölf Monaten haben Sie nur vier Pflichtspiele für Dortmund bestritten, aber Ihre Bilanz lässt sich sehen: Vier Siege gegen Bayern und Düsseldorf in der Liga, gegen Berlin im Cup und gegen Monaco in der Champions League. Bei den Monegassen stand der ehemalige Natigoalie Diego Benaglio im Tor. Haben Sie mit ihm nach dem Spiel das Trikot getauscht?

Wir hatten es zwar im Sinn, aber irgendwie klappte es dann doch nicht. Diego war enttäuscht wegen des Resultats und er hatte mit Monaco im Abstiegskampf eine schwierige Phase. So habe ich das Trikot meiner ersten Champions-League-Partie selber behalten.

Konnten Sie schon einmal ein FCSG-Trikot tauschen, oder ist das Spiel am Dienstagabend eine Premiere?

Genau, das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich gegen den FC St. Gallen spiele.

Werden Sie auch spielen? Sind Sie fit und parat?

Fit und parat bin ich, aber ob ich spielen werde, das wird der Trainer entscheiden. Aber ich hoffe natürlich darauf und es wäre ein sehr spezieller Moment für mich, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel ist.

Also keine Zusage von Ihrem Trainer, obwohl es ein besonderes Spiel für Sie ist?

Nein. Und ich bin mir nicht mal sicher, ob er weiss, dass ich sehr lange beim FC St.Gallen gewesen bin.

Was erwarten Sie von diesem Testspiel?

Es ist für uns ein wichtiger Test. Als nächstes Spiel steht bei uns der Supercup an und danach geht es auch schon los mit dem Pokal. Deshalb werden wir das Spiel sehr ernst nehmen. Ich glaube auch, dass das Stadion gut besucht sein wird und die Stimmung passt. Ich hoffe auf eine volle Hütte.

Ihre Besuche im Kybunpark dürften sich wohl an einer Hand abzählen lassen.

Ja, das waren vielleicht drei oder vier. Es ist natürlich schwierig, wenn man selber im Ausland Fussball spielt und meistens am Wochenende auch beschäftigt ist. Aber verfolgt habe ich die Spiele immer. Schliesslich war ich fast zehn Jahre bei St.Gallen.

Man spürt, der Verein liegt Ihnen am Herzen.

Es war eigentlich immer mein Traum. Ich stand auch immer im Espenmoos auf der Stehplatztribüne hinter dem Tor.

Von Ihrem einstigen Wohnort Freidorf ins Espenmoos sind es nur sechs Kilometer. Sind Sie mit dem Velo an die Spiele gefahren?

Nein, meine Eltern nahmen mich zum Glück jeweils mit an die Spiele und der Bahnhof war auch nicht so weit entfernt.

In unserer Zeitung war am 11. April zu lesen, dass Sie ein Haus in Freidorf bauen und soeben die Baubewilligung erhalten haben. Hat der Bau schon begonnen?

Der Bau hat tatsächlich schon angefangen und der Keller steht bereits.

Ihr Vertrag in Dortmund läuft noch bis Sommer 2021. Geht’s danach zurück in die Heimat?

Im Fussball ist es immer sehr schwierig, zu planen. Für mich war es immer das Ziel gewesen, dass ich mal für St. Gallen spielen werde. Das war mein Ziel als Kind, das war mein Traum in der Jugend. Das hat sich bis jetzt leider noch nie ergeben. Ich habe noch kein Pflichtspiel für den FC St. Gallen gemacht. Man kann nie was versprechen und muss auch auf den Körper hören. Aber ich fühle mich topfit und habe noch viele Jahre vor mir. Sicher wäre es schön, wenn man für den Verein, von dem man in der Jugend geträumt hat, auch mal spielen könnte.

So toll und erfolgreich Ihre Karriere bisher verlaufen ist, so ist es natürlich schon ein «Tolggen» im Reinheft, wenn man als Ostschweizer noch keine Partie für das Fanionteam des FC St. Gallen absolviert hat.

Ja, sicher. Das ist eine komische Situation, wenn man zwar viele Spiele in der Bundesliga, aber noch kein Super-League-Spiel für den FC St. Gallen gemacht hat. Es hat sich leider nie ergeben. Aber man hat ja noch Zeit.

Freundschaftsspiel
FC St. Gallen – Borussia Dortmund, Dienstag, 30. Juli, 19.30 Uhr, Kybunpark

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