DOMINANZ: Plätze eins, zwei und drei für die Schweiz

Die Schweizer Alpin-Snowboarder erwischen im Weltcup-Parallel-Riesenslalom in Bulgarien einen Glanztag. Höhepunkt ist der Sieg von Patrizia Kummer

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Der Sieg im Final gegen die Österreicherin Julia Dujmovits trug Patrizia Kummer nach einer bislang ziemlich zähen Saison den ersten Weltcup-Erfolg in einem Riesenslalom seit über drei Jahren ein. Insgesamt war es der 14. Erfolg der 29-jährigen Walliserin, die 2012 bis 2014 die internationalen Rennen fast nach Belieben dominiert hatte.

Ladina Jenny schaffte es in Bansko im fünften Einsatz der Saison erstmals über die Achtelfinals hinaus, am Ende resultierte für die 23-Jährige aus dem St. Galler Linthgebiet als Dritte der dritte Podestplatz. Bei den Männern wurde Nevin Galmarini nur vom letztjährigen Alpin-Gesamtsieger Radoslav Jankov aus Bulgarien besiegt. Galmarini, der Olympiazweite von 2014, hatte vor sechs Tagen in Rogla seinen ersten Weltcupsieg errungen. In Bansko schaffte es der formstarke Bündner zum sechsten Mal in seiner Weltcup-Karriere unter die ersten drei. Mit Kaspar Flütsch als Fünftem fuhr ein weiterer Schweizer unter die besten zehn. «Ich bin sehr erleichtert», sagte Olympiasiegerin Patrizia Kummer. «Ich habe im Herbst gut trainiert und mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich wusste, irgendwann geht es auch im Rennen auf.»

Nach ein paar kleineren Fehlern im oberen Teil des Finals habe sie gegen unten aufgedreht und viel riskiert. «Am Schluss war dann das Glück mit den Hundertsteln endlich wieder mal auf meiner Seite.» Galmarini sagte: «Ich arbeite jeden Tag sehr hart und habe im Herbst nochmals an den Details gearbeitet.» (sda)