Doch noch eine IDM-Runde für Roman Stamm

MOTORRAD. Der Hinterthurgauer Roman Stamm, der Vizemeister der IDM Superstock 2015, verschiebt den IDM-Rückzug um ein Jahr und will mit dem Team Kawasaki Schnock noch einmal nach dem Titel greifen.

Esther Babel
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MOTORRAD. Der Hinterthurgauer Roman Stamm, der Vizemeister der IDM Superstock 2015, verschiebt den IDM-Rückzug um ein Jahr und will mit dem Team Kawasaki Schnock noch einmal nach dem Titel greifen.

Mitten in der Saison 2015 hatte Roman Stamm verkündet, er wolle wahrscheinlich kein weiteres IDM-Jahr mehr bestreiten, sondern sich nur noch auf die Langstrecken-WM mit dem Team Bolliger konzentrieren. Doch ganz so eilig hat es der in Affeltrangen wohnhafte Fahrer mit dem IDM-Rückzug nun doch nicht. Er einigte sich mit Kawasaki Deutschland, Teambesitzer Rainer Schnock und Techniker Roman Raschle für eine weitere Saison in der IDM.

Mit Entscheid zugewartet

Roman Stamm, der in diesem Jahr auf den Macau-GP verzichtete, hatte sich mit der Entscheidung allerdings Zeit gelassen. Neben Kawasaki waren auch andere Hersteller am Hinterthurgauer interessiert. Doch der Zuschlag ging wieder an die Grünen. «Es hat eine Weile gedauert», erläutert Stamm, «bis Kawasaki wusste, was sie genau wollen. Auch davon habe ich meine Entscheidung abhängig gemacht.»

Immer mit einer Kawasaki

Doch Kawasaki, die seit der Saison 2015 erstmals im IDM-Sponsorpool dabei waren, wollen das IDM-Engagement auch im kommenden Jahr fortsetzen und unterbreiteten Stamm ein entsprechendes Angebot. «Als Gesamtpaket macht das Sinn», meint der Hinterthurgauer, «da ich für das Team Bolliger in der Langstrecken-Weltmeisterschaft auch mit einer Kawasaki unterwegs bin.» Die neue Kawasaki ZX10R sei ein zusätzlicher Motivationsschub . Es wird allerdings beim Einsatz in der IDM Superstock bleiben. «Die IDM Superbike ist einfach zu aufwendig», so die Begründung des Fischingers.

Der Titel muss her

Das Ziel von Stamm für die IDM-Saison 2016 ist klar. Der Titel muss her, damit er nicht als ewiger Zweiter in die Geschichte eingeht. Schon in diesem Jahr hatte sich Roman Stamm einen heissen Fight mit Yamaha-Pilot Mathieu Gines geliefert, der das bessere Ende für sich verbuchen konnte. «Wenn es nächstes Jahr nur ein bisschen besser läuft, schaut es ganz gut aus», versichert Stamm.

Mit denselben Leuten

Die Rahmenbedingungen werden sich für Stamm nicht ändern. Technikchef bleibt weiterhin Roman Raschle und Stefan Fleck Stamms persönlicher Mechaniker. Die neue Kawasaki soll noch in diesem Jahr geliefert werden, und der erste Roll-out ist für Februar geplant.