Disqualifikation von Ricciardo bestätigt

AUTOMOBIL. Das Rekursgericht des Internationalen Automobilverbandes FIA lehnte den Protest des Teams Red Bull gegen die Disqualifikation von Daniel Ricciardo im GP von Australien ab.

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Daniel Ricciardo (Bild: ap/Vincent Thian)

Daniel Ricciardo (Bild: ap/Vincent Thian)

AUTOMOBIL. Das Rekursgericht des Internationalen Automobilverbandes FIA lehnte den Protest des Teams Red Bull gegen die Disqualifikation von Daniel Ricciardo im GP von Australien ab. Die Berufungsrichter bestätigten in Paris das Urteil, das die Renn-Kommissäre Mitte März in Australien gefällt hatten. Ricciardo hatte zum Auftakt der Formel-1-Saison in Melbourne den zweiten Platz erreicht, war aber anschliessend aus der Wertung gestrichen worden. Am Auto des Australiers waren mehr als die erlaubten 100 Kilogramm Benzin durch den Renault-Motor geflossen. Das Team hatte die Messwerte des von der FIA bereitgestellten Prüfgeräts bezweifelt und Protest eingelegt. Zudem sah Red Bull die Verwarnungen und technischen Direktiven der FIA-Verantwortlichen in Australien als nicht bindend im Sinne des Regelwerks an.

Red Bull akzeptierte den Entscheid. «Wir sind natürlich enttäuscht vom Ausgang und hätten keine Berufung eingelegt, wenn wir nicht gedacht hätten, wir hätten keine starken Argumente», liess das Team nach der Bekanntgabe des Urteils verlauten. Die ausführliche Begründung des Urteils soll erst Ende der Woche auf der FIA-Homepage veröffentlicht werden. Ricciardo seinerseits will sich von der abgeschmetterten Berufung nicht entmutigen lassen: «Ich brauche keine weitere Motivation.»

Die FIA-Anwälte hatten im Verfahren betont, Red Bull könne sich die jeweils passenden Regeln nicht aussuchen. Der Anwalt des Konkurrenten Mercedes hatte wegen eines «krassen Bruchs» der Regeln zusätzlich eine Bewährungsstrafe für Red Bull für den Rest der Saison gefordert. Das Rekursgericht sah aber von weiteren Sanktionen gegen den Rennstall von Weltmeister Sebastian Vettel ab. (si)

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