Die zwei Gesichter von McGrath

Drei Tage nach dem 4:3-Erfolg in Visp kehrt Thurgau diesmal mit leeren Händen aus dem Wallis zurück. In Martigny verlieren die Ostschweizer 2:4.

Matthias Hafen
Merken
Drucken
Teilen

EISHOCKEY. Man kann nicht behaupten, Thurgaus neuer Kanadier hätte keinen Einfluss auf die NLB-Mannschaft. Im Auftaktspiel gegen La Chaux-de-Fonds gelang Stürmer Evan McGrath der erste Thurgauer Treffer dieser Saison überhaupt und tags darauf führte er die Ostschweizer mit einer überragenden Leistung sowie drei Assists zum Auswärtserfolg in Visp.

Gestern gegen Martigny zeigte McGrath einmal mehr, dass er zu Saisonbeginn Thurgaus spielbestimmender Mann ist. Diesmal allerdings trug er ungewollt zur 2:4-Niederlage im Unterwallis bei. Bei Spielmitte sass der Stürmer gleich zweimal hintereinander auf der Strafbank. In den 39 Sekunden dazwischen erzielte er zwar den Anschlusstreffer zum 1:2. Doch mit McGrath auf der Strafbank zog das Heimteam auf 2:0 beziehungsweise 3:1 davon. Und die beiden Treffer von Fabian Brem und Jérémy Gailland brachten die Ostschweizer im Forum d'Octodure definitiv aus dem Tritt. Nach zwei Dritteln stand es 1:4.

Es fehlt die Aggressivität

Das Team von Trainer Christian Weber präsentierte sich beim Tabellenachten nach zwei Runden weniger aggressiv in der Abwehr und weniger durchschlagskräftig im Angriff als noch beim 4:3-Sieg in Visp. Gewiss hat die zweite lange Busreise innerhalb von drei Tagen nicht positiv zur Tagesform der Thurgauer beigetragen. Doch vergaben sie in Martigny die Möglichkeit, der Konkurrenz zu beweisen, dass sie diese Saison gegen jeden Kontrahenten und auf jedem Eis gewinnen können. Nach drei Partien und zwei Niederlagen muss Thurgau die NLB-Tabelle nun wieder von hinten aufrollen.

Aeberhard statt Nyffeler im Tor

Keinen grossen Einfluss hatte der Goaliewechsel. Trainer Weber setzte in Martigny erstmals auf den bisherigen Klotener Elitejunior Nicola Aeberhard, der zu seiner NLB-Premiere kam. Der Ersatz von Dominic Nyffeler verrichtete seine Sache gut und vereitelte vor allem im ersten Drittel weitere Gegentreffer.

Im Schlussdrittel unternahmen die Ostschweizer nochmals Anstrengungen und kamen dank idealer Vorbereitung von Rückkehrer Derek Damon zum 2:4. Das Tor von Verteidiger Patrick Parati blieb allerdings das letzte Aufbäumen an diesem Abend.