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Kolumne

Die Zeiten der Zwischensaisons sind vorbei

Vieles ist im Fussball anders als früher, von einer «Zwischensaison» zu sprechen, hat es aber in die Neuzeit geschafft. Auch wenn es die Verantwortlichen immer wieder gerne als Argument für eine schlechte Saison nehmen – eine Zwischensaison gibt es im Spitzenfussball nicht mehr.
René Bühler
René Bühler (Bild: Benjamin Manser)

René Bühler (Bild: Benjamin Manser)

Schweizer Meister zu diesem Thema war bis vor zwei Jahren der BSC Young Boys. Viele Jahre wurden grosse Summen investiert, doch der Erfolg blieb aus. So kam es in Bern praktisch zu zwei Jahrzehnten an Zwischensaisons. Doch auch in Bern zieht diese Ausrede in Zukunft nicht mehr.

Planung ist das eine, die Realität das andere

Der Fussball ist so schnelllebig geworden, die Kader verändern sich im Eiltempo. Man plant mit einem Team auf die nächste Saison, und im Juli sieht alles anders aus. Planung ist das eine, die Realität und die Marktgegebenheiten sind das andere. Ein Trumpf bei den Young Boys könnte indes sein, dass die guten Spieler international betrachtet eben doch keine Überflieger sind und in Bern bleiben könnten. Bei allem Respekt vor deren Leistung, aber ausser Kevin Mbabu kann man sich die anderen Leader des Teams nicht so recht in der Serie A oder der Bundesliga vorstellen, und Guillaume Hoarau hat gerade seinen 35. Geburtstag gefeiert.

Auch Alain Sutter sprach kürzlich von einer Zwischensaison, aber auch in St. Gallen gibt es fast nur noch das «hier und jetzt». Natürlich verfügen gewisse Spieler über Kontrakte für die nächste Saison, aber diese sind bei guten Akteuren von geringem Wert. Der Vorteil des Vertrages besteht nur noch darin, dass man bei einem vorzeitigen Transfer eine Ablösesumme verlangen kann. Ansonsten lebt jeder Verein, losgelöst vom Nachwuchsbereich, nur noch in der Gegenwart und schaut, dass er sich im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten so gut wie möglich verkauft. Die Erwartungen der Anhänger sind gross, von einer Zwischensaison will man nichts hören, spannend ist nur Hopp oder Flop.

Für die meistens geht es um Platz drei bis zehn

Wenn jemand nun doch von einer Zwischensaison reden könnte, dann wären dies die Verantwortlichen des FC Basel. Dieser Club ist der einzige Verein, der die Möglichkeit hätte, in die Geldschatulle zu greifen. Für alle anderen Teams wird es auch in der nächsten Saison um Platz drei bis zehn gehen, und das ist interessant genug. Es ist spannend und eine grosse Herausforderung aus den vorhandenen Möglichkeiten das Maximum herauszuholen.

Aus dieser Sicht hätte eigentlich nicht Gerardo Seoane zum Trainer des Jahres 2018 gewählt werden sollen, sondern Marc Schneider, der Coach des FC Thun. Was die Berner Oberländer mit ihren Möglichkeiten seit längerer Zeit leisten, lässt sich mehr als sehen. Beim FC Thun spricht man auch nicht von einer Zwischensaison, hier ging es viele Jahre um das nackte Überleben und gegen den Abstieg. Seit geraumer Zeit hat der FC Thun vor allem . . . Hochsaison!

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