Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Nach elf Jahren in der Nationalliga A: Die Zahlen erklären den Abstieg von Fortitudo Gossau

Nach der 24:29-Niederlage gegen GC Amicitia Zürich im vierten Playout-Vergleich steigt Fortitudo Gossau nach elf Jahren aus der Nationalliga A ab. Die Zürcher waren schlicht das konstantere Team.
Fritz Bischoff
Grenzenlose Enttäuschung bei den Gossauer Handballern nach der Partie. Der direkte Wiederaufstieg wird angepeilt. (Bild: Michel Canonica)

Grenzenlose Enttäuschung bei den Gossauer Handballern nach der Partie. Der direkte Wiederaufstieg wird angepeilt. (Bild: Michel Canonica)

21:29, 26:25, 18:27 und 24:29 – dies sind die vier Ergebnisse von Fortitudo Gossau im zu Ende gegangenen Playout-Vergleich mit GC Amicitia Zürich. Die Resultate zeigen eines deutlich auf: Die Zürcher waren in der Abstiegsentscheidung ganz einfach das bessere und konstantere Team. Dies zeigte sich auch im vierten Spiel vom Samstag in Gossau mit der 24:29-Niederlage der Gastgeber.

Gezeichnet von grosser Enttäuschung, auch ein wenig in sich versunken und nach Gedanken und Worten suchend, setzte sich der St. Galler Trainer Oliver Roth nach der Partie in der Buchenwaldhalle am Spielfeldrand auf eine Bank und versuchte eine erste Analyse zum Abstieg seines Teams zu formulieren. «GC Amicitia hatte in diesem Playout-Vergleich ganz einfach mehr Substanz. Unser Gegner war besser und hat den Ligaerhalt verdient. Bei uns mangelte es an vielen Kleinigkeiten. Wir konnten uns nicht mehr steigern.» Dass Fortitudo der logische Absteiger ist, lässt sich auch mit Zahlen belegen. Das Torverhältnis fällt über die vier Spiele mit 110:89 deutlich zu Gunsten der Zürcher aus. GC Amicitia kommt auf eine Wurfquote von 63 Prozent, Gossau nur auf 53 Prozent.

Zwei Trainer in 15 Jahren – zwei Trainer in einem Jahr

Dafür ist die Fehlerzahl des Absteigers mit 44 deutlich höher als jene des Gegners mit 36. Schliesslich sprechen auch die Torhüterleistungen mit 34 zu 30 Prozent knapp zu Gunsten des Teams des ehemaligen Nationaltrainers Arno Ehret, der es seit seinem Amtsantritt im Februar dieses Jahres geschafft hat, seiner Mannschaft Strukturen zu geben – und darüber hinaus die individuellen Fähigkeiten der Spieler gezielt zu bündeln.

Rund einen Monat vor dem Trainerwechsel in Zürich erfolgte jener in Gossau. Die Vereinsleitung war Ende 2018 zur Erkenntnis gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit mit Markus Klemencic nicht im gewünschten Rahmen verlaufen kann. Der Vorarlberger war der Nachfolger von Rolf Erdin, der die Gossauer während sechs Jahren trainiert hatte. Er hatte die Arbeit von Predrag Borkovic, der zuvor elf Jahre in Gossau tätig gewesen und mit dem Team 2008 auch in die Nationalliga A aufgestiegen war, erfolgreich fortgeführt. So kam es, dass in Gossau während 15 Jahren zwei Trainer für Kontinuität gesorgt hatten, dann aber zwei Trainer innerhalb eines Jahres an der Arbeit waren.

«Die Karriere zu beenden steht nicht zur Diskussion»

«Dieser Trainerwechsel war ebenso wenig optimal, wie schon die gesamte Saisonvorbereitung. Alles nur dem damaligen Trainer anzulasten, wäre jedoch zu einfach. Da müssen wir Spieler uns auch in die Pflicht nehmen», gibt sich Captain Gabriel Würth, der als einziger Akteur den Aufstieg vor elf Jahren und nun wieder den Abstieg mitgemacht hat, selbstkritisch. Für den 30-Jährigen, der auch die zahlreichen verletzten Spieler als einen Grund der inkonstanten Leistungen sieht, ist klar, dass er auch in der Nationalliga B zum Gossauer Kader gehören wird. «Die Karriere mit einem Abstieg zu beenden, steht nicht zur Diskussion», so der Captain.

Trainer Roth: «Ein Beinbruch heilt»

So geht der Blick nach vorne, und Würths Vater, Präsident Franz Würth, gab am Samstagabend unmittelbar nach Spielschluss an das Gossauer Publikum die Zielsetzung vor. «Ein Jahr Nationalliga B und wir steigen wieder auf. Dann feiern wir so, wie GC Amicitia heute.» Diese Ausrichtung ist auch im Sinne von Trainer Oliver Roth. Er sagte nach dem Spiel: «Der Abstieg ist ein Beinbruch. Ein Beinbruch heilt, und es muss ein sauberer Aufbau erfolgen. Dies machen wir, ohne zu vergessen, dass wir in der Nationalliga B nicht als Aufsteiger gesetzt sind.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.