Die wundersame Wandlung des Glen Hanlon

EISHOCKEY. Nach den ungenügenden Schweizer Darbietungen gegen Österreich und Frankreich hatte Nationalcoach Glen Hanlon einen angeschlagenen Eindruck gemacht. Auf kritische Fragen reagierte der 58-Jährige dünnhäutig.

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EISHOCKEY. Nach den ungenügenden Schweizer Darbietungen gegen Österreich und Frankreich hatte Nationalcoach Glen Hanlon einen angeschlagenen Eindruck gemacht. Auf kritische Fragen reagierte der 58-Jährige dünnhäutig. Aus seiner Optik mag er sich mit seinen Voten demonstrativ vor sein Team gestellt haben, aber gegen aussen wirkte sein Verhalten vorab schönfärberisch. Drei Tage in Folge wirkte Hanlon nervös. Es schien, als wäre seine Welt aus den Fugen geraten.

Auch nach dem erzitterten Erfolg gegen Deutschland musste sich Hanlon gestern unangenehmen Fragen erwehren, aber dieses Mal parierte er sie ungleich souveräner. Natürlich redet sich mit sieben Zählern und dem dritten Platz entspannter, aber die Metamorphose war umfassender. Nachdem Hanlon den unter Mithilfe der Schiedsrichter bewerkstelligten Sieg gegen Frankreich als «grossartige Leistung» gewürdigt haben wollte, gelang ihm bei seiner gestrigen Nachlese die Rückkehr zur Realität. Er sagte: «Ich werde nicht behaupten, wir hätten grossartig gespielt. Das war nicht der Fall.» Es waren sachlichere, wahrheitsgetreue Worte, die Hanlon anschlug, und er sagte auch: «Ich werde die Leistung nicht kleinreden. Wir haben gewonnen. Das ist alles, was in dieser Phase des Turniers zählt.» (nbe)

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