Die Wiler Heimserie ist gerissen

Der FC Wil verliert in der Challenge League das Heimspiel gegen Locarno 1:2. Damit bezieht er die erste Niederlage vor eigenem Anhang seit Oktober 2010.

Simon Dudle
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FUSSBALL. Die Ostschweizer haben es verpasst, mit einem Heimsieg Moral für das Cupspiel gegen Basel zu tanken. Trotz der Niederlage war es aber eine Steigerung im Vergleich mit der dürftigen Leistung bei der 0:4-Niederlage in Delsberg knapp zwei Wochen davor. Das Gebotene reichte nicht zu einem Punktgewinn, weil einerseits zu viele Chancen vergeben wurden, andererseits der Auftritt in der ersten Halbzeit zu verhalten war, um Locarno ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Wils Adis Jahovic schon in der Startphase nach einer sehenswerten Einzelaktion den Pfosten traf.

Die Gäste spielten clever auf und blieben im vierten Auswärtsspiel hintereinander unbesiegt. Sie zogen aus Fehlern der Ostschweizer Profit. So zum Beispiel Mitte der ersten Halbzeit, als Wils Torhüter Guillaume Faivre einen Abschluss aus der Distanz nach vorne abprallen liess und Charyl Chappuis den Führungstreffer für Locarno erzielte.

Geschockte Wiler

Die Wiler wirkten nach diesem Gegentreffer geschockt. Es dauerte eine Weile, bis sie zu reagierten vermochten. Trotzdem hätte der Ausgleich noch vor der Pause fallen können, aber Sehar Fejzulahi machte aus kurzer Distanz zu wenig aus einer vorzüglichen Möglichkeit. Es hätte bei Halbzeit aber auch 0:2 stehen können, da Sekunden vor dem Pausenpfiff Armando Sadiku, Locarnos bester Torschütze dieser Saison, alleine vor Faivre auftauchte, aber an diesem scheiterte.

Zweite Niederlage in Serie

Das 2:0 für Locarno war Mitte der zweiten Halbzeit Tatsache, als Fabian Schär einen Abschluss Andrea Maccoppis unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Die Entscheidung war dies aber noch nicht. Der FC Wil stemmte sich in der Folge gegen die erste Heimniederlage seit dem 2. Oktober 2010. Zuerst wurde ein Treffer Jahovics wegen Offside annulliert, acht Minuten vor Schluss traf der Mazedonier per Kopf zum 1:2. Zu mehr reichte es dem Heimteam nicht, womit die Wiler die zweite Niederlage hintereinander akzeptieren mussten. «Locarno hat die Tore gemacht, wir nicht», sagte Wils Trainer Axel Thoma.