«Wir wollen jeden Gegner dominieren» – das sagen die Nati-Akteure vor dem Entscheidungsspiel gegen die Ukraine

In der heutigen Pressekonferenz vor dem morgigen Spiel gegen die Ukraine freut sich Shaqiri auf die Swissporarena, betont Sommer die Wichtigkeit der Konzentration und zeigt sich Trainer Petkovic stolz, den Ligaerhalt noch schaffen zu können.

David Umiker
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Die Schweizer Fussball Nationalmannschaft spielt morgen ihr letztes Spiel in diesem Jahr. Es ist das Entscheidungsspiel um den Verbleib in der Liga A der Nations League gegen die Ukraine. Heute stellten sich Trainer Vladimir Petkovic, Xherdan Shaqiri und Yann Sommer den Fragen der Journalisten. Das sind die wichtigsten Aussagen.

Vladimir Petkovic

Nati-Trainer Vladimir Petkovic will unbedingt in Liga A der Nations League bleiben.

Nati-Trainer Vladimir Petkovic will unbedingt in Liga A der Nations League bleiben.

Bild: Keystone

«Die Mannschaft hat gegen Spanien viel Energie verbraucht, wird aber morgen Abend bereit sein. Ich habe mir nach dem Schlusspfiff gegen Spanien sofort Gedanken zum morgigen Spiel gemacht, da wieder Spieler fehlen werden (Nico Elvedi und Remo Freuler gesperrt, Anm. d. Red.). Deshalb haben wir drei Spieler nachnominiert (Michael Lang, Pajtim Kasami und Michel Aebischer Anm. d. Red.).»

«Wichtig ist, in der Liga A zu bleiben, um wieder gegen solche gute Mannschaften wie Spanien zu spielen. Die Liga B wäre vielleicht besser für die Öffentlichkeit, da es dort wieder um den Aufstieg ginge. Ich mag die erste Variante aber lieber. Wir wollen morgen unbedingt gewinnen und sind stolz, dass wir das Entscheidungsspiel gegen die Ukraine erreicht haben.»

«Der Spielstil muss je nach Gegner angepasst werden. Gegen Spanien waren wir gezwungen, teils hinten rein zu stehen. Gegen die Ukraine wird es wieder anders aussehen. Unser Ziel ist es, jeden Gegner zu dominieren. Je nach Möglichkeit hat das auch gegen Spanien geklappt. Wir wollen nach vorne spielen und Chancen kreieren.»

«Die Ukraine ist eine gute Mannschaft. Sie sind läuferisch stark und kämpfen sehr viel. Ausserdem sind sie sehr konkret und haben eine gute Chancenauswertung.»

«Ich sehe nicht, dass wir ein Problem gegen Ende der Spiele bekommen. Die Tore kurz vor Schluss kommen immer in einem anderen Umfeld zu Stande. Das am Samstag von Spanien war forciert und hätte wenn es einen VAR gegeben hätte, vielleicht nicht gezählt.»

«Es ist sicher schade, dass wir für die Auslosung der WM-Qualifikation in Topf zwei sein werden. Aber es muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn auch im Topf zwei gibt es gute Mannschaften. Und ich denke, dass alle Teams aus Topf eins hoffen, nicht mit uns in die Gruppe zu kommen.»

Xherdan Shaqiri

Xherdan Shaqiri will das Jahr 2020 mit der Nati nicht sieglos beenden.

Xherdan Shaqiri will das Jahr 2020 mit der Nati nicht sieglos beenden.

Bild: freshfocus

«Wir wollen mit unserem Spielstil dem Gegner Probleme bereiten. Das bedingt viel Pressing und viel Power.»

«Ich freue mich auf morgen. Wir haben gute Erinnerungen an Luzern (5:2 gegen Belgien Anm. d. Red.). Schade, dass keine Fans dabei sein können, die hätten uns sicher auch geholfen.»

«Wir werden von Anfang an bereit sein müssen, so wie gegen Spanien. Die Ukrainer haben viel Qualität und sind berechtigt in unserer Gruppe. Doch diese Qualität haben wir auch.»

«Das Spiel morgen ist nicht mit einem WM- oder EM-Achtelfinal zu vergleichen. Aber es ist ein Entscheidungsspiel und hinzu kommt, dass wir in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen haben. Deshalb wollen wir morgen unbedingt siegen.»

Yann Sommer

Yann Sommer gefällt der neue Spielstil der Nati.

Yann Sommer gefällt der neue Spielstil der Nati.

Bild: freshfocus

«Es macht Spass, mit diesem Spielstil zu spielen. Wir merken, dass wir den Gegner so unter grosse Probleme stellen. Der Spielstil fordert sehr viel Energie, Konzentration und Kommunikation. Wir spielen mit viel Power nach vorne, weshalb auch eher freie Räume und Fehler entstehen. Wir machen es aber sehr gut, verteidigen stark und können so viele Bälle blocken.»

«Wie ich einen Elfmeter halte, kann ich nicht erklären. Ich studiere die Schützen vorab akribisch. Wenn der Spieler dann aber anläuft, gehe ich nach Gefühl und kann nur versuchen, ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen.»

«Ich sehe das Entwicklungspotenzial unserer Mannschaft sehr positiv. Wir haben eine gute Mischung zwischen Erfahrung und Jugend. Wir sind alle reifer geworden und übernehmen mehr Verantwortung. Um ein Resultat gegen gute Gegner über die Runden zu bringen, braucht es diese Erfahrung und auch viel Cleverness. Aber es braucht auch die jungen Wilden, die für neuen Schwung sorgen.»

«Wir halten sehr viel von der Ukraine. Sie haben eine starke Offensive, viel Qualität und Spieler, die in grossen Ligen spielen. Das Spiel gegen Deutschland haben wir gesehen. Es war nicht so klar, wie das Resultat ausgesehen hat. Die Ukraine ist ein Team, mit dem wir uns gut messen können.»

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