Die Tour de Ski bleibt fest in Schweizer Hand

Dario Colognas Gegner tun sich in der Tour de Ski weiter schwer. Der Bündner reist als unangefochtener Leader zu den letzten beiden Etappen von diesem Wochenende im Val di Fiemme.

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Ski nordisch. Stellt man weiterhin auf die These Colognas ab, dass eine Marge von rund einer Minute ein Polster darstelle, dann hat sich die Zahl seiner Gegner auf vier reduziert. Praktisch gesehen sind es sogar nur drei, denn Petter Northug, Sieger des Sprints im tschechischen Nove Mesto, weist in der klassischen Lauftechnik eine erhebliche Schwäche auf. Das zweitletzte Teilstück, die 20 km von heute, werden in diesem Stil gelaufen. Und ob die Schlusssteigung hinauf zur Alpe Cermis von morgen dem Geschmack von Wassili Rotschew, Eldar Rönning und Axel Teichmann entspricht, bleibt abzuwarten.

Cologna überzeugt

Zumindest auf dem Papier war Teichmann der neuerliche Verlierer des Sprints. Im Gegensatz zu Prag schaffte er es zwar in die Viertelfinals, die aber auch schon Endstation bedeuteten. Den Schaden besser begrenzen konnten Rotschew als Siebter und Rönning als Neunter. Doch der grosse Gewinner war Cologna, der in den A-Final vorstiess und dort den fünften Platz erreichte. Nach der Bestzeit in der Qualifikation überzeugte der Leader sowohl im Viertel- wie im Halbfinal mit seiner taktischen Marschroute. Im Final, so machte es den Anschein, reichten Colognas Kräfte nicht mehr zu einer noch besseren Klassierung.

Livers hält sich ansprechend

In einer Serie von Wettkämpfen mit einer Gesamtwertung zählt unter den Spitzenathleten, wer ohne Aussetzer durchkommt. In dieser Hinsicht hat sich Cologna noch keine Blösse gegeben. Am letzten Tag im alten Jahr war es für den Bündner über die 15 km in klassischer Technik darum gegangen, den Schaden in Grenzen zu halten. Dies gelang ihm auf den ersten zwei Dritteln der Distanz ausgezeichnet. Auf den letzten fünf Kilometern aber verdoppelte sich Colognas Rückstand.

Im Klassisch-Einsatz hielten sich Toni Livers (19.) und Curdin Perl (26.) ansprechend. Im Sprint reichte es ihnen aber nicht über die Qualifikation hinaus. (si)