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Die Super League wird wertvoller

Alle zehn Super-League-Klubs haben ihren Marktwert in der vergangenen Saison steigern können. Einen besonders grossen Sprung machten die Young Boys – und der FC Luzern.
Ralf Streule
Vor einem Jahr wären diese Spieler noch günstiger zu haben gewesen: Die Young Boys beim Mannschaftsfoto vor dem Saisonstart. (Bild: Urs Lindt/freshfocus (Bern, 18. Juli 2018))

Vor einem Jahr wären diese Spieler noch günstiger zu haben gewesen: Die Young Boys beim Mannschaftsfoto vor dem Saisonstart. (Bild: Urs Lindt/freshfocus (Bern, 18. Juli 2018))

Der Marktwert sagt nicht alles aus über die Erfolgschancen eines Fussballteams. Und dennoch liegt es auf der Hand und wird von Studien unterstrichen: Der Gesamtwert einer Mannschaft korreliert, langfristig gesehen, stets mit dem Schlussrang des Klubs in der Liga. Darum kann vor dem Saisonbeginn ein Blick auf die Daten der Fussballplattform «Transfermarkt.com» nicht schaden – auch wenn die Werte meist Schätzungen sind. Die aktuellen Zahlen machen Hoffnung auf ein steigendes Niveau im Schweizer Fussball. Waren alle Spieler der Super League Mitte Juli 2017 zusammen­gezählt noch 195,3 Millionen Euro wert, sind es ein Jahr später rund 290 Millionen. Woher dieser grosse Sprung?

Er hat einerseits mit dem überhitzten Fussballmarkt zu tun, der die Marktwerte ganz generell jährlich in die Höhe treibt. Andererseits aber, und dies ist der Hauptgrund, mit dem neuen Schweizer Meister. Die Young Boys haben stark zugelegt und den FC Basel in der Sommerpause auch in Sachen Marktwert überholt (siehe Grafik).

Auch Basel legt zu – aber weit weniger als die Berner

Der grosse Schritt von 26 auf 76 Millionen Euro hat nicht etwa mit teuren Neuzugängen zu tun – die Marktwerte der von Bern wegziehenden Spieler sind in der Summe etwa gleich gross wie jene der Zuzüge. Vielmehr sind praktisch alle Young-Boys-Spieler zuletzt wertvoller geworden. So hat der ghanaische Innenverteidiger Kasim Nuhu innerhalb der vergangenen Saison von einer Million auf 8,5 Millionen zugelegt. Stürmer Jean-Pierre Nsame von 1,5 auf 4,5, Kevin Mbabu sogar von 1,5 auf 9,5 Millionen. Das Beispiel der Young Boys zeigt, was eine starke Saison finanziell bewirken und welche Wertsteigerung ein gut arbeitender Trainer herbeiführen kann. Schon lange vor dem Meistertitel waren die Transferwerte der Berner Akteure in die Höhe geschnellt. Der Titel hat dann seines dazu beigetragen. Gleich 21 Spieler im Kader der Berner haben bessere Werte als noch vor einigen Monaten.

Der FC Basel kann da nicht mithalten. Zwar ist die Marktwertbilanz der vergangenen zwölf Monate ebenfalls positiv: Wertsteigerungen von Eder Balanta oder Torschützenkönig Albian Ajeti haben dazu beigetragen. Der Schritt nach oben ist aber weit kleiner als bei den Young Boys. Dazu kommt, dass Basel in der Sommerpause über Transfers an Wert verlor. Die Abgänge von Mohamed Elyounoussi, Tomas Vaclik und Michael Lang hat man, was den Wert betrifft, mit den Zugängen von Silvan Widmer und Aldo Kalulu nicht ganz ausgleichen können.

FCL-Kader ist 8 Millionen Euro mehr wert

Auch die anderen Teams der Super League konnten zulegen, ebenfalls meist durch Wertsteigerungen bisheriger Akteure. So auch der FC Luzern, wo der Wert des Kaders innerhalb eines Jahres gemäss «Transfermarkt.com» von 12,9 auf 20,9 Millionen Euro gestiegen ist. So machte die Bewertung von Mittelfeldspieler Idriz Voca (21) einen Sprung von 100 000 Euro auf 1,25 Millionen. Ähnliche Sprünge machten auch die Verteidiger Stefan Knezevic (21) und Marvin Schulz (23): Ihr Marktwert stieg von 400 000 auf 1,5 Millionen Euro. Wertvollster Spieler im FCL-Kader bleibt gemäss «Transfermarkt» der australische Stürmer Tomi Juric (26) mit 2 Millionen Euro Marktwert (Juli 2017: 1,25 Millionen). Allerdings ist seine Tendenz sinkend: Im April wurde er noch mit 2,5 Millionen bewertet. Torhüter David Zibung und Verteidiger Christian Schwegler sind die einzigen FCL-Spieler, deren Marktwerte gesunken sind. Das dürfte aber weniger mit ihren Leistungen, als mit ihrem Alter zu tun haben: Beide sind mittlerweile 34-jährig.

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