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Die Statistik sagt: Dortmund wird Meister - höchstwahrscheinlich

Der FC Bayern München eröffnet am Freitagabend die Rückrunde in Hoffenheim. Der Serienmeister geht mit sechs Punkten Rückstand auf Dortmund in die zweite Saisonhälfte. Die Statistik spricht für ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Sergio Dudli
Können die Dortmunder Ende Saison den Meistertitel bejubeln? Bild: Alexandre Simoes/Getty (Dortmund, 10. November 2018)

Können die Dortmunder Ende Saison den Meistertitel bejubeln? Bild: Alexandre Simoes/Getty (Dortmund, 10. November 2018)

Dortmund wird Meister. Zumindest, wenn der Statistik der vergangenen acht Jahre Glauben geschenkt wird. Seit 2011 hiess der Meister am Ende der Saison immer Bayern München oder Dortmund. Nur einmal, nämlich beim Titelgewinn der Dortmunder 2012, stand nach 34 Spieltagen jene der beiden Mannschaft vorne, die nach der Hinrunde weniger Punkte auf dem Konto hatte. Damals lagen die Münchner zur Saisonmitte drei Zähler vor den Dortmundern (siehe Grafik). Das Team von Jürgen Klopp holte jedoch in der Rückrunde elf Punkte mehr als der Konkurrent aus München und belohnte sich mit dem zweiten Titel in Serie.

Bayern und Dortmund im Vergleich

Eine weitere Zahlenspielerei spricht für die Mannschaft des Schweizer Trainers Lucien Favre: In den vergangenen acht Spielzeiten holten die Münchner in der Rückrunde 40,38 Punkte im Schnitt, die Dortmunder deren 35,75. Wiederholt sich die Geschichte, bringen Manuel Akanji, Roman Bürki und Co. ihren Vorsprung von sechs Punkten knapp über die Ziellinie. Handkehrum gelang es den Münchnern im betrachteten Zeitraum drei Mal, in der Rückrunde mindestens sechs Punkte mehr als der Rivale aus Dortmund zu ergattern. Auswärts gegen Hoffenheim soll am Freitagabend die Aufholjagd beginnen.

Es poltert in München

Für die erfolgsverwöhnten Spieler von Bayern München war die Hinrunde eine Ernüchterung. Die alternden Leader wie Thomas Müller, Manuel Neuer oder Mats Hummels wirkten gesättigt. Bei Arjen Robben und Frank Ribéry hat sich gezeigt, dass sie ihren Zenit überschritten haben. Auch auf der Trainerbank kamen die Münchner nach dem Wechsel von Vaterfigur Jupp Heynckes zum jungen Niko Kovac auf keinen grünen Zweig. Von Revolten war die Rede, von unzufriedenen und sich beim Sportvorstand beklagenden Spielern.

Frank Ribéry sieht den siebten Titel in Serie seiner Bayern in Gefahr. (Bild: Freshfocus)

Frank Ribéry sieht den siebten Titel in Serie seiner Bayern in Gefahr. (Bild: Freshfocus)

Und dann war da die Wutrede von Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge. Sie wehrten sich gegen die in ihren Augen weder berechtigte noch sachliche Kritik an ihren Spielern. Dafür zitierte Rummenigge aus dem Grundgesetz: «Die Würde des Menschen ist unantastbar.» Minuten später attackierte Hoeness den ehemaligen Bayern-Spieler Juan Bernat und attestierte ihm, in der Champions League «einen Scheissdreck» gespielt zu haben. So viel zum Thema Menschenwürde. Ein Eigentor sondergleichen.

Die Jungspunde der Dortmunder

Währenddessen zelebrierten sie in Dortmund einen erfrischenden Offensivfussball. Da gibt es den 18-jährigen Jason Sancho, der an 14 Toren beteiligt war. Oder den wiedererstarkten Marco Reus, der im Gegensatz zu Müller oder Hummels erfolgshungrig wirkt. Im Schnitt ist die Startelf der Dortmunder 24 Jahre alt – fünf Jahre jünger als jene der Münchner. Bayerns Sportchef Hasan Salihamidzic ist bemüht, den Umbruch einzuleiten. Der 18-jährige Callum Hodson-Odoi von Chelsea soll im Winter kommen, der 22-jährige Lucas Hernández von Atlético Madrid im Sommer. Bereits fix ist der Wechsel von Stuttgarts Benjamin Pavard. Der 22-Jährige kommt im Sommer für 35 Millionen Euro.

Die Dortmunder sind dem Rekordmeister also einen Schritt voraus. Trainer Favre ist es gelungen, die richtige Mischung zwischen Routiniers wie Reus und Talenten wie Akanji oder Sancho zu finden. Bleibt die Frage, ob das Team dem mit der Dauer zunehmenden Druck gewachsen ist. Die Bayern lauern auf Fehler, Spitzen in Richtung Dortmund sind garantiert. Aber immerhin haben Favre und seine Spieler die Statistik auf ihrer Seite.

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