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Die «Rote Flut» schwappt nach Russland

Panama ist erstmals an einer WM-Endrunde dabei - und liess in der Qualifikation unter anderem die USA hinter sich. Allerdings haftet Panamas Teilnahme ein kleiner Makel an.
Sergio Dudli
Der 37-jährige Felipe Baloy verleiht der unerfahrenen Mannschaft Stabilität. (Bild: AP)

Der 37-jährige Felipe Baloy verleiht der unerfahrenen Mannschaft Stabilität. (Bild: AP)

Als sich die Mittelamerikaner am 10. Oktober 2017 nach einem 2:1-Sieg gegen Costa Rica erstmals für eine WM-Endrunde qualifizierten, kannte der Jubel im Land mit seinen rund vier Millionen Einwohnern keine Grenzen mehr. Noch in derselben Nacht erklärte Panamas Staatspräsident Juan Carlos Varela den folgenden Tag zum nationalen Feiertag. Das entsprechende Dokument unterzeichnete er im Trainingsanzug des Nationalteams. Dem Sieg gegen Costa Rica haftet allerdings ein Makel an, denn beim Ausgleichstreffer Panamas durch den damaligen Lausanner Gabriel Torres handelte es sich um ein Phantomtor. Der Ball überquerte die Linie nie. Den Menschen in Panama war es egal. Hier trotzdem nochmals der «Treffer»:

Eine 0:6-Klatsche gegen die Schweiz

Obwohl die Mannschaft Aussenseiter ist, herrscht im Land eine unglaubliche Euphorie. «La Marea Roja», die rote Flut, wird das Nationalteam in Anlehnung an die roten Trikots genannt. Angeführt wird Panama von Captain Felipe Baloy. Der 37-jährige Innenverteidiger hat den Grossteil seiner Karriere in Mexiko gespielt und ist der Organisator der Abwehrkette. Viel Arbeit dürfte ihm an der WM garantiert sein. Trainer des Nationalteams ist der Kolumbianer Hernán Darío Gómez, der 1998 bereits Kolumbien und 2002 Ecuador an die WM geführt hat. Im März bestritt Panama ein Testspiel gegen die Schweiz – und verlor 0:6. Hoffnung geben die Punktgewinne in der WM-Qualifikation gegen Mexiko, Costa Rica und die USA.

Panama

Einwohner: 4,03 Millionen
Weltrangliste: 55
WM-Teilnahmen: 1
Bestes WM-Ergebnis: –
Gründung Verband: 1937
Beitritt zur Fifa: 1938

Besonderheit

Der 1914 eröffnete Panamakanal, der den Pazifik mit dem Atlantik verbindet, forderte während seiner Bauzeit rund 28 000 Todesopfer. Zwischenzeitlich schaufelten bis zu 50 000 Arbeiter gleichzeitig am Kanal. Ein erster Versuch, das Bauwerk zu errichten, musste 1889 aufgrund der zahlreichen Unfälle und Tausenden von Krankheitsopfern abgebrochen werden.

Kader

Tor: Calderon (Chorrillo), Penedo (Dinamo Bukarest), Rodriguez (San Francisco FC).
Verteidigung: Baloy (Municipal), Cummings (San Jose), Davis (Dunajska Streda), Escobar (New York Red Bulls), Machado (Houston Dynamo), Murillo (New York Red Bulls), Ovalle (CD Olimpia), Roman (Seattle).
Mittelfeld: Barcenas (Tapachula), Cooper (Universidad de Chile), Godoy (San Jose Earthquakes), Gomez (Atletico Bucaramanga), Pimentel (Plaza Amador), Quintero (Universite), Rodriguez (KAA Gent).
Sturm: Arroyo (Alajuelense), Diaz (La Coruña), Perez (Municipal), Tejada (Sport Boys), Torres (Huachipato).
Trainer: Hernán Darío Gómez.

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