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«Die Riegel kann ich nicht mehr sehen»

Tour-gauer
Michael Albasini

Kurz nach zehn Uhr morgens, dreieinhalb Stunden vor dem Start, hat die Tour-de-Suisse-Etappe nach Bern für mich mit Pasta und einer Omelette begonnen. Manchmal braucht es Überwindung, das Mittagessen so früh einzunehmen, weil die Lust zum Essen fehlt. Doch es ist nötig, um keinen Hungerast zu bekommen. Unterwegs verpflegen wir uns bei Orica Scott aus einer Standard-Tasche. Darin sind unabhängig der Distanz der Etappe zwei Riegel, zwei Gels, eine Flasche mit Wasser und eine mit einem isotonischen Getränk sowie ein Küchlein enthalten. Die Riegel kann ich nicht mehr sehen.

Gegen Ende der Etappe, also rund 60 Kilometer vor dem Ziel, greife ich jeweils zu den Gels. Früher in der Etappe zum Kuchen. Reicht der Inhalt der Tasche nicht, wird die Zusatzverpflegung aus dem Begleitfahrzeug nachgeschoben. Dann lassen sich die Helfer zurückfallen und übernehmen den Transport. Die 150 Kilometer nach Bern hätte ich allerdings ohne Verpflegung überstanden. Die Flüssigkeit hätte gereicht.

An der Verpflegung hat es jedenfalls nicht gelegen, dass ich die Etappe in Bern nicht gewinnen konnte. Mir fehlte zum Schluss durch die engen Gassen von Bern und im letzten Aufstieg die Kraft, um an den Spezialisten vorbeizukommen. Aber wenn ich sehe, wer hinter mir ins Ziel gekommen ist, darf ich nicht unzufrieden sein.

Michael Albasini

sport

@thurgauerzeitung.ch

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