Die Regel, die dem Sport im Weg steht

Obwohl der FC Kreuzlingen das weitaus beste Torverhältnis der 2. Liga inter hat, wird ihm wegen der Strafpunkte-Regel der Aufstieg verwehrt. Wegen zwei gelben Karten, die der FC Kreuzlingen mehr als der FC Kosova kassiert hat. Das ist unverhältnismässig.

Ralf Rüthemann
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Obwohl der FC Kreuzlingen das weitaus beste Torverhältnis der 2. Liga inter hat, wird ihm wegen der Strafpunkte-Regel der Aufstieg verwehrt. Wegen zwei gelben Karten, die der FC Kreuzlingen mehr als der FC Kosova kassiert hat. Das ist unverhältnismässig. Gewiss ist Fairplay eines der obersten Gebote im Sport. Die besten Vorbilder sind wohl Tennisspieler, die sich nur selten die Schläger um die Ohren hauen. Auch im Fussball wünscht man sich Fairplay. Zweifellos. Doch die Strafpunkte-Regel in den unteren Ligen der Schweiz geht einen Schritt zu weit. Sie ist eher hinderlich als nützlich. Es mag sein, dass dadurch das eine oder andere Foulspiel ausbleibt. Die Regel aber steht vor allem der eigentlichen sportlichen Leistung im Weg. Zudem werden dadurch teilweise umstrittene Schiedsrichterleistungen zu Hauptkriterien. Es ist eine Regel, die den bestehenden Fussballregeln überlagert ist. Die gelbe Karte hat ja bereits ihre Wirkung, nämlich eine Verwarnung. So auch die rote mit teilweise mehreren Spielsperren. Diese Sanktionen sollten genügen.

ralf.ruethemann@ thurgauerzeitung.ch