Die NHL-Spieler treffen

Eine Woche vor dem Beginn der Eishockey-WM besiegen die Schweizer den zwölffachen Weltmeister Tschechien 3:1. Entscheidend sind die Tore von Damien Brunner und Roman Josi.

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Der Schweizer Torschütze Roman Josi ist vor dem tschechischen Stürmer Tomas Zohorna am Puck. (Bild: ky/Salvatore di Nolfi)

Der Schweizer Torschütze Roman Josi ist vor dem tschechischen Stürmer Tomas Zohorna am Puck. (Bild: ky/Salvatore di Nolfi)

EISHOCKEY. Die NHL-Stars Damien Brunner und Roman Josi legten in Neuenburg mit ihren Toren zum 2:0 die Basis für den 3:1-Sieg der Schweizer im fünften WM-Vorbereitungsspiel gegen Tschechien. Die Schweizer warteten vor 5165 Zuschauern mit einer starke Leistung auf. Brunner im Powerplay im ersten und Josi im zweiten Drittel erzielten die Schweizer gegen eine unerfahrene, aber aufsässige tschechische Auswahl vorentscheidend in Führung. Inti Pestoni, der davor zahlreiche Chancen ausgelassen hatte, verbuchte in der 57. Minute das dritte Schweizer Tor, bevor den Tschechen nur 32 Sekunden danach der Ehrentreffer gelang.

Nach einem ausgeglichenen Startdrittel erhöhten die Schweizer im zweiten Drittel das Tempo. Sie kreierten Chance um Chance und wurden, nachdem Pestoni und Benjamin Plüss gescheitert waren, belohnt.

Roman Josi überragend

Josi war es, der in der 24. Minute endlich den zweiten Treffer für die Schweizer erzielte. Der Verteidiger der Nashville Predators hob den Puck aus wenigen Metern unter die Latte und bewies einmal mehr seine Klasse. Josi zeigte nicht nur in diesem Moment auf, weshalb er an der WM 2013 als wertvollster Spieler ausgezeichnet worden war. Fast immer, wenn der Berner am Puck war, wurde es gefährlich.

Verlassen kann sich die Schweiz in der WM-Vorbereitung bisher auf ihr Powerplay. In jedem der mittlerweile fünf Spiele erzielte das Nationalteam mindestens einen Treffer in Überzahl. Gestern war es nach knapp sechs Minuten Brunner, der nach einer Kombination mit Dennis Hollenstein und dem ersten Schuss auf das tschechische Tor im Powerplay traf. Die erste Sturmlinie mit Brunner, Hollenstein und Center Kevin Romy überzeugte. Das Trio könnte auch an der WM eine gemeinsame Formation bilden.

Keine Sorgen muss sich Sean Simpson im Hinblick auf die WM in Weissrussland auf der Position des Torhüters machen – trotz der Absagen von Tobias Stephan und Lukas Flüeler. Leonardo Genoni hielt die Schweiz im ersten und vor allem auch zu Beginn des letzten Drittels, als die Tschechen ihre beste Phasen hatten, mehrmals mit glänzenden Paraden im Spiel. Obwohl ihm Michal Vondrka zweieinhalb Minuten vor dem Ende den dritten Shutout im Schweizer Trikot verdarb, empfahl sich Genoni für die WM. Der Davoser ist für Minsk gesetzt. Klotens Torhüter Martin Gerber sagte gestern nach dem Spiel gegen Tschechien für die WM ab. Aus der NHL könnten der Appenzeller Jonas Hiller und Reto Berra das Schweizer Tor hüten.

Morgen mit Mayer im Tor

Morgen anlässlich der Revanche gegen die Tschechen in Basel wird Genoni zuschauen müssen. Robert Mayer vom AHL-Team aus Hamilton dürfte sein Début in der Schweizer Nationalmannschaft geben. Auch die in Neuenburg überzähligen Reto Suri und Clarence Kparghai werden wohl spielen. (si)

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