St.Otmars Trainer Bo Spellerberg ist in einer neuen Rolle: «Auf der Bank ist Dittert der Boss»

St.Otmars NLA-Handballer bestreiten am Sonntag um 17 Uhr ihr erstes Heimspiel der NLA-Saison. Sie treffen auf GC Amicitia Zürich.

Ives Bruggmann
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St. Otmars Spielertrainer Bo Spellerberg erzielte im ersten Saisoneinsatz vier Treffer. (Bild: Urs Bucher)

St. Otmars Spielertrainer Bo Spellerberg erzielte im ersten Saisoneinsatz vier Treffer. (Bild: Urs Bucher)

Es war ein neues Bild, das St.Otmar im ersten Saisonspiel gegen den RTV Basel abgab. Zu Beginn der Partie stand Spielertrainer Bo Spellerberg nicht etwa auf dem Feld, sondern nahm auf der Bank Platz und analysierte mit dem neuen Coach Andy Dittert das Spielgeschehen.

Spellerberg möchte diesem Bild zwar nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Aber in der ersten Partie war offensichtlich, dass sich der 40-Jährige dank Dittert wieder mehr auf seine Rolle als Spieler fokussieren kann. «Die Zusammenarbeit mit dem Coach passt», sagt er. Dittert kenne seine Philosophie und helfe ihm, diese umzusetzen. «Er ist der Boss auf der Bank.» Spellerberg und Dittert besprechen vor den Spielen den Matchplan und versuchen diesen dann – jeder in seiner Rolle – umzusetzen.

«Der Sieg war nie gefährdet»

In Basel lief über weite Strecken – vor allem aber in der zweiten Halbzeit – alles nach Plan. «Der Sieg war nie gefährdet», sagt Spellerberg. Mit einer hervorragenden Erfolgsquote bei den Würfen von 82 Prozent und wenigen technischen Fehlern lieferten die Handballer St.Otmars eine erste Kostprobe ihres Offensivpotenzials. Die Defensive steigerte sich im zweiten Durchgang deutlich und liess dank mehr Aggressivität nur noch elf Gegentore zu. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Trainer über die Leistung zum Saisonauftakt. Spellerberg weiss aber auch: «Es werden andere Defensiven kommen, die uns stärker fordern werden.»

Viele Varianten in der Offensive

Dass die Defensive von GC Amicitia Zürich St.Otmar mehr Gegenwehr leistet als jene des RTV Basel, davon ist auszugehen. Die Zürcher liessen zum Auftakt gegen Suhr Aarau nur 23 Treffer zu, erzielten aber auf der anderen Seite auch nur deren 18. «Wir wissen, wie sie spielen», sagt Spellerberg, der vor allem vor den individuellen Stärken des ehemaligen St.Otmar-Spielers Jakub Szymanski warnt. Zudem seien auch Tim Sartisson und Max Dannmeyer im Auge zu behalten. Spellerberg ist aber auch so überzeugt von seinem Team, dass er sagt: «Es liegt an uns, ob wir die Partie gewinnen.» Das Ziel sei eindeutig, den Gegner von Anfang an zu dominieren.

In der Offensive, dem Prunkstück St.Otmars, kann Spielertrainer Spellerberg auf viele unterschiedliche Waffen setzen. Der Gegenstoss sowie das Flügelspiel funktionierten im ersten Spiel fast perfekt. David Fricker, Ramon Hörler, Jan Gwerder sowie Penaltyschütze Severin Kaiser verwarfen nur gerade einen von insgesamt 19 Würfen. Zudem führte Andrija Pendic Regie, ohne dass ihm ein technischer Fehler unterlief. Aus der Distanz unterstrich derweil Dominik Jurilj seine Gefährlichkeit mit drei Treffern. Und auch die Kreisläufer Tobias Wetzel und Benjamin Geisser überzeugten mit Toren und herausgeholten Penaltys.

Für das Spiel vom Sonntag hat Spellerberg alle Spieler zur Verfügung. Gut möglich, dass er also erneut zuerst auf der Bank Platz nimmt. Und erst später aktiv ins Geschehen eingreift.