Fussball
Die Minimeisterschaft der Schweizer U21-Mannschaften ist ein Erfolg

Weil der Ligabetrieb ruht, misst sich St.Gallen II mit anderen U21-Teams der Schweiz. Für die Entwicklung der Talente, sei das essenziell, sagt Trainer Marco Hämmerli.

Ives Bruggmann
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Die U21-Mannschaft des FC St.Gallen darf trainieren und spielen.

Die U21-Mannschaft des FC St.Gallen darf trainieren und spielen.

Arthur Gamsa

Tore sind garantiert, wenn der FC St.Gallen II in der kurzfristig einberufenen U21-Meisterschaft antritt. Zweimal 3:4, einmal 4:3 sowie 2:2 und 1:1. Das sind die Resultate, die das Team von Trainer Marco Hämmerli in den fünf Partien seit Anfang Februar erzielt hat.

Marco Hämmerli, U21-Trainer beim FC St.Gallen.

Marco Hämmerli, U21-Trainer beim FC St.Gallen.

Arthur Gamsa

Der Wettbewerb war lanciert worden, weil der Ligabetrieb unterhalb der Challenge League verboten ist, Nachwuchsteams aber aufgrund einer Sonderregelung weiterhin trainieren und spielen dürfen. Hämmerli zeigt sich angetan von der Minimeisterschaft, die mindestens noch bis Ende März dauert. «Das ist die beste Lösung für alle Beteiligten», sagt er. So werde die Zeit bis zur Fortsetzung der Meisterschaft in den unteren Ligen optimal überbrückt. Die Mannschaft befinde sich auf diese Weise trotzdem im Wettkampfmodus. «Das ist essenziell für die Entwicklung der Talente», sagt Hämmerli. Und um diese geht es ja in erster Linie bei der U21. Eine weitere Aufgabe des Nachwuchsteams ist es, Profis aus der ersten Mannschaft wieder an den Spielrhythmus heranzuführen. Nicolas Lüchinger und Lorenzo Gonzalez kamen beispielsweise mehrmals zum Einsatz.

Wettbewerb wird wohl fortgeführt

Nicht zuletzt geht es für Hämmerli aber auch darum, erfolgreich zu sein. «Das sind Partien auf einem hohen Niveau.» Sion, Basel und Zürich spielen normalerweise in der Promotion League. «Ich bin zufrieden mit den Leistungen, aber wir wollen uns weiter verbessern.» Der Vergleich mit anderen Nachwuchsmannschaften sei für seine Spieler eine willkommene Abwechslung und ein guter Lernmoment. Denn der Fussball unterscheide sich schon von jenem in der 1. Liga, wo sich die Talente gegen viele gestandene Spieler durchsetzen müssen.

Bis Ende März absolvieren die St.Galler noch drei Partien. Heute Nachmittag treffen sie auswärts auf Aarau II. Weil der Spielbetrieb in der 1. Liga in absehbarer Zeit noch nicht wieder aufgenommen wird, ist eine Fortsetzung der Meisterschaft wahrscheinlich. Dann aber ohne die Mannschaften der Promotion League, in welcher bald wieder gespielt werden soll. Das hofft Hämmerli auch für die 1. Liga. «Das wäre uns am liebsten.» Doch bis es so weit ist, geniessen die St.Galler eine optimale Vorbereitung.