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Die Krönung der Konstanz

Der Eschliker Daniel Hubmann wurde gestern an der Swiss Orienteering Gala in Zug für seine beeindruckende Saison geehrt. Einzigartig war im vergangenen Jahr vor allem seine Konstanz.
Jörg Greb
Das Risiko, voll auf den Sport zu setzen, hat sich ausgezahlt: Daniel Hubmann. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Das Risiko, voll auf den Sport zu setzen, hat sich ausgezahlt: Daniel Hubmann. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Orientierungslauf. Er freue sich auf den Augenblick, wenn er auf die Bühne gebeten werde, sagte Daniel Hubmann schon im Vorfeld. Gestern abend an der Swiss Orienteering Gala in Zug musste sich der 26jährige Thurgauer aber gedulden. Die Auftritte der «O-Stars» Simone Niggli-Luder, der 15fachen Weltmeisterin, und von Hubmann bildeten den Höhepunkt des Festes. Erst kurz vor Programm-Schluss wurden die beiden auf die Bühne gebeten.

Zurückblicken durften dann sowohl Niggli-Luder als auch Hubmann auf ein phantastisches Jahr. Angesprochen auf seine Saison sagt Hubmann: «2009 war noch etwas besser als das ebenfalls schon sehr gute 2008.» Er verteidigte im ungarischen Miskolc im August den WM-Titel in der Langdistanz und Ende September sicherte er sich in Zürich den Sieg im Gesamt-Weltcup. Zudem gewann er erstmals sämtliche Schweizer-Meister-Titel und überzeugte im internationalen Vergleich mit einer einzigartigen Konstanz.

«Im Vergleich zum Vorjahr ist dies wohl die markanteste Verbesserung», sagt er, «ich musste keinen einzigen Taucher hinnehmen.»

Hubmann liefert den Beweis

Das ist aussergewöhnlich im Männer-Orientierungslauf. Brigitte Grüniger Huber, die bis vor wenigen Jahren selber zur internationalen Spitze gehörte und nun verantwortlich ist für die Organisation der Gala, sagt: «Vor Daniel glaubte man, eine Überlegenheit, wie sie Simone Niggli-Luder bei den Frauen ausspielt, sei bei den Männern unmöglich.

Nun ist Daniel der Beweis, dass solches auch bei den Männern möglich ist.» Dass er nicht vier WM-Goldmedaillen gewann wie Niggli-Luder 2003 in Rapperswil-Jona und 2005 in Japan, sondern nur zwei und dazu einmal Silber und einmal Bronze schmälert den Vergleich nicht.

Der mutige Entscheid

Hubmann selber begründet seine Entwicklung mit einem mutigen Entscheid. Vor drei Jahren begann er, ganz auf den Sport zu setzen. Das Risiko machte sich bezahlt.

Nicht nur sportlich ist die Leistungskurve wunschgemäss verlaufen, auch finanziell ist die Basis solid. Er selber sagt: «Ohne diesen Schritt hätte ich mein heutiges Niveau nie erreicht.» Dank diverser Trainingslager und intensiviertem, OL-spezifischem Training hat er Vertrauen in die verschiedensten Geländetypen aufgebaut. Zurzeit sind die Übungseinheiten reduziert. Statt zweimal pro Tag trainiert er nun einmal. Und Hubmann tut es «mehr nach Lust und Laune».

Mit einem strukturierten Aufbau wird er in der kommenden Woche beginnen. Sukzessive wird er den Umfang auf wieder bis 14 Wocheneinheiten steigern. Mitte Dezember bestreitet er den Zürcher Silvesterlauf als Standortbestimmung. Im Januar verreist er mit seiner Freundin und dem Nationalmannschaftskollegen Marc Lauenstein und dessen Partnerin ins Trainingslager nach Arizona in die USA. Auf dass 2010 nahtlos an 2009 anschliesst.

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