Die Konkurrenz legt für Wil vor

In der Challenge League spielt der FC Wil heute um 19.45 Uhr zu Hause gegen Lausanne. Da am Wochenende viel für ihn gelaufen ist, können die Ostschweizer den Rückstand auf den Leader auf einen Punkt reduzieren.

Simon Dudle
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Wils Kagan Söylemezgiller – hier im Zweikampf mit Aaraus Kim Jaggy – hat seine Verletzung auskuriert. (Archivbild: Benjamin Manser)

Wils Kagan Söylemezgiller – hier im Zweikampf mit Aaraus Kim Jaggy – hat seine Verletzung auskuriert. (Archivbild: Benjamin Manser)

FUSSBALL. Bevor die letzte Runde vor der Länderspielpause gespielt wurde, betrug der Rückstand des FC Wil auf die Tabellenspitze sechs Punkte. Gewinnen die Ostschweizer heute gegen Lausanne, ist der Differenz binnen zweier Runden auf einen Zähler geschrumpft. Dies ist mitunter möglich, weil am Samstag im Spitzenspiel zwischen Chiasso und Biel in einer ereignisarmen Partie keine Tore fielen. Den Wilern kam des weiteren zupass, dass gestern Verfolger Schaffhausen auch sein viertes Auswärtsspiel dieser Saison in Wohlen mit 1:2 verlor und damit nicht an den Ostschweizern vorbeiziehen konnte.

Formstarke Lausanner

So liegt es heute an den Wilern, aus einer bis anhin für sie guten achten Runde eine sehr gute zu machen. Das Heimspiel gegen Lausanne ist von grosser Bedeutung. So verlockend die Ausgangslage auch sein mag, so enttäuschend wäre das Fazit im Falle der dritten Saisonniederlage, wüchse doch der Rückstand auf die Waadtländer auf sieben Punkte an.

Ein Sieg gegen die formstarken Lausanner ist allerdings alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Die vergangenen vier Pflichtspiele hat die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini alle gewonnen, ohne auch nur einen Gegentreffer zuzulassen. Die Lausanner Hintermannschaft ist seit 386 Minuten ohne Gegentor.

Auch die Wiler treten mit einigem Selbstvertrauen an. Zwar sind sie mit Rang vier nicht dort klassiert, wo sie sich selber sehen, allerdings zeigten sie zuletzt beim 4:1-Erfolg gegen den damaligen Leader Chiasso eine starke Leistung, vor allem in der zweiten Halbzeit. Zudem hat Kagan Söylemezgiller seine Bänderverletzung auskuriert und steht wieder für einen Einsatz bereit. Trainer Fuat Capa hat erstmals in dieser Saison das komplette Kader zur Verfügung. Auch Captain Egemen Korkmaz kann eingesetzt werden. Zwar musste er Mitte vergangener Woche das Training wegen muskulärer Probleme abbrechen und sich individuell vorbereiten, das gestrige Abschlusstraining absolvierte er aber mit dem Team.

Absteiger am Tabellenende

Überraschend ist der Blick ans Tabellenende der Challenge League. Dort liegen nach acht Runden mit Winterthur (9.) und Aarau (10.) zwei Mannschaften, die mancher Experte deutlich weiter vorne erwartet hatte. Am Wochenende brachten die beiden Teams bei ihren Gastspielen in der Romandie keinen Treffer zustande. Winterthur verlor auf der Neuenburger Maladière gegen Aufsteiger Xamax wegen eines frühen Gegentores 0:1 und ist seit mittlerweile vier Spielen ohne Sieg.

Aarau, der Absteiger aus der Super League, kam in Baulmes gegen Le Mont Lausanne nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Trainer Livio Bordoli musste sich nach Spielschluss vor den erzürnten Aarauer Fans erklären. In vier Auswärtsspielen hat der Absteiger keinen einzigen Sieg realisiert und gerade mal einen Treffer erzielt.