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Königin Serena Williams greift in Wimbledon nach der Krone

Serena Williams fehlt noch ein Sieg zum 24. Titel an einem Grand-Slam-Turnier. Final-Gegnerin ist die Rumänin Simona Halep.
Pirmin Closse (SID)
Serena Williams (37) kommt immer besser in Fahrt, nachdem sie in der ersten Saisonhälfte mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte. Bild: Hannah McKay/Keystone (Wimbledon, 11. Juli 2019)

Serena Williams (37) kommt immer besser in Fahrt, nachdem sie in der ersten Saisonhälfte mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte. Bild: Hannah McKay/Keystone (Wimbledon, 11. Juli 2019)

Nur noch ein Sieg fehlt zum Grand-Slam-Rekord, die Tennis-Queen greift nach ihrer Krone: Serena Williams hat in Wimbledon wie im Vorjahr den Final erreicht. In nur 59 Minuten bezwang die US-Amerikanerin die ungesetzte Tschechin Barbora Strycova 6:1, 6:2 und machte damit ihre elfte Endspiel-Teilnahme in London perfekt. Ihre Gegnerin ist dort am Samstag die Rumänin Simona Halep. «Es ist toll, besonders nach dem Jahr, das ich hatte», sagte Williams, die mit Verletzungen zu kämpfen hatte. «Ich habe einfach ein paar Matches gebraucht, um mich gut zu fühlen. Jetzt kann ich das tun, was ich liebe: gutes Tennis spielen.»

Bei einem Erfolg würde Williams durch ihren dann 24. Major-Titel mit der Australierin Margaret Court gleichziehen. Es wäre zudem der erste seit der Geburt ihrer Tochter 2017. Einen anderen Rekord hat Williams dagegen bereits sicher. Mit 37 Jahren und 291 Tagen ist sie nunmehr die älteste Grand-Slam-Finalistin in der Ära des Profitennis. Bislang wurde die Bestmarke gehalten von der grossen Martina Navratilova, die 1994 in Wimbledon exakt 33 Tage jünger war.

Williams überzeugt 
mit Wucht und Präzision

Williams machte gegen Strycova von Beginn an einen konzentrierten Eindruck, verzog kaum eine Miene und platzierte mit energischer Präzision ihre Schläge. Die bisherigen drei Duelle mit der Weltranglisten-54. hatte sie ausnahmslos glatt in zwei Sätzen gewonnen, auch diesmal marschierte sie mit zwei Breaks in nur 27 Minuten zum Gewinn des ersten Satzes.

Strycova (33) hatte in ihrer Halbfinal-Premiere bei einem der vier Majors der Wucht von Williams kaum etwas entgegenzusetzen. Insgesamt blieb das Match deshalb eine einseitige Angelegenheit. Ein kraftvoller Return sicherte Williams im zweiten Satz das Break zum 3:2, nach nicht einmal einer Stunde stand ihr nächster Finaleinzug fest. 2018 hatte sie im Endspiel gegen die Deutsche Angelique Kerber verloren, genauso anschliessend bei den US Open gegen Naomi Osaka (Japan).

Die Taktik von
 Halep geht auf

Unmittelbar vor Williams’ Sieg hatte sich Halep gegen die Ukrainerin Jelena Switolina 6:1, 6:3 durchgesetzt und spielt nun um ihren zweiten Major-Titel nach dem French-Open-Sieg 2018. «Das ist ein grossartiges Gefühl. Es ist einer der schönsten Momente meines Lebens», sagte Halep anschliessend.

Das Duell mit Switolina war von Beginn an geprägt von langen Grundlinienduellen. Den ersten Satz gewann Halep praktisch ohne einen echten Netzangriff. Doch auch so diktierte sie zumeist das Geschehen, Switolina versuchte, aus der Defensive heraus zu kontern. «Ich musste in jedem Ballwechsel lange kämpfen. Aber ich denke, ich habe die richtige Taktik gewählt», sagte Halep. Für die 27-Jährige ist es nun die fünfte Endspiel-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier und die erste in Wimbledon. Dort hatte sie bei ihrem besten Abschneiden 2014 im Halbfinal gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard verloren. Nicht allzu vielversprechend ist ihre Bilanz gegen Williams. Von zehn Duellen hat sie nur eines gewinnen können.

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