Die Könige treffen früh aufeinander

Arnold Forrer und Kilian Wenger schwingen im ersten Gang des Eidgenössischen gegeneinander. Den bisher einzigen Kampf zwischen den Königen entschied Forrer vor zwei Jahren für sich.

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SCHWINGEN. Zeit, um ins Fest zu finden, haben die Spitzenschwinger morgen am Eidgenössischen in Burgdorf – ab 7.20 Uhr live auf SRF 2 – keine. Für das Anschwingen hat der technische Leiter des Eidgenössischen Schwingverbandes, Werner Jakob, zahlreiche Spitzenpaarungen eingeteilt.

Am meisten Brisanz verspricht der Kampf der beiden einzigen noch aktiven Könige in Burgdorf. Im ersten Gang stehen sich morgen um 9 Uhr der Toggenburger Arnold Forrer – er wurde 2001 in Nyon König – und der Berner Titelverteidiger Kilian Wenger im Sägemehl gegenüber. Die beiden Könige haben erst einmal gegeneinander geschwungen. Im Anschwingen zum Unspunnenfest 2011 siegte Forrer. Der Kampf zwischen den beiden verspricht auch ein Kampf zwischen zwei Generationen zu werden: Forrer ist mit 35 Jahren im Herbst seiner Karriere, der 23jährige Wenger sicherte sich 2010 in Frauenfeld zusammen mit seinem ersten Eidgenössischen Kranz gleich den Königstitel.

Bless leicht favorisiert

Der zweite Nordostschweizer Hoffnungsträger, Michael Bless, bekommt es im ersten Gang mit dem Urner Eidgenossen Andi Imhof zu tun. Am Eidgenössischen in Frauenfeld belegte der 29jährige Innerschweizer Rang 3b. Imhof verlor damals von seinen acht Gängen nur gegen den Berner Christian Stucki und besiegte Spitzenschwinger wie Philipp Edi oder Willy Graber.

In dieser Saison schwang der Ausserrhoder Bless aber stärker als Imhof und ist deshalb leicht zu favorisieren. Bless siegte am Thurgauer Kantonalen, Imhofs Bestresultat ist ein dritter Rang am Südwestschweizer. Auch die anderen Ostschweizer Eidgenossen bekommen es im Anschwingen mit starken Gegnern zu tun: Stefan Burkhalter trifft auf Andreas Ulrich, Jakob Roth auf Edi Kündig, Beni Notz auf Mathias Glarner, Beat Clopath auf Florian Gnägi und Urban Götte auf Benji von Ah.

Sempach gegen Gisler

Spannung verspricht vor allem der Kampf zwischen dem Berner Topfavoriten Matthias Sempach und dem formstarken Nordwestschweizer Bruno Gisler. Sempachs Verbandskollege Stucki startete in Burgdorf gegen den Innerschweizer Hoffnungsträger Adi Laimbacher. Während für den ersten Gang der Technische Leiter des Eidgenössischen Verbandes für die Einteilung verantwortlich war, übernehmen danach die Technischen Leiter der Teilverbände diese Aufgabe. (chk)