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Die Kleinen schauen in die Röhre

Daniel Good

Das gestrige Spiel des FC Basel gegen Manchester City wird vielen Schweizer Fussball­anhängern noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht etwa, weil die Basler in England mit einer sportlichen Sensation aufwarteten. Sondern weil es über Jahre hinaus die letzte Partie in der Champions League mit Schweizer Beteiligung gewesen sein könnte. Denn die Uefa hat vor 15 Monaten aus kommerziellen Gründen eine Champions-League-Reform durchgesetzt, von der die grossen Ligen profitieren. Spanien, Deutschland, England und Italien erhalten ab der neuen Saison je vier fixe Startplätze. Auf Kosten kleinerer Verbände wie der Schweiz, deren Meister in den vergangenen Jahren für die Gruppenphase qualifiziert war.

Im Sommer wird vieles anders. 24 der insgesamt 32 Startplätze in der Champions League gehen an die ersten zehn Länder im Uefa-Ranking. In diese Wertung fliessen die Europacup-Resultate der vergangenen Saisons ein. Im Sommer wird die Schweiz nicht zu den Top Ten gehören. Derzeit nimmt sie die zwölfte Position ein. Zwei Startplätze gehen an die Titelverteidiger in der Champions League und der Europa League.

Die restlichen sechs Startplätze teilen sich 45 Verbände, darunter die Schweiz. Das führt zu einer ausserordentlich harten Ausscheidung mit Topclubs aus Holland, Griechenland oder Polen. Um auf der sicheren Seite zu stehen, bleibt den Schweizer Vereinen im Europacup nichts anderes übrig, als in der Europa League fleissig zu punkten, um im Uefa-Ranking unter die ersten zehn zu gelangen. Dann darf es aber nicht mehr vorkommen, dass – wie in dieser Saison – Sion früh an einer Mannschaft aus Litauen und Luzern an einem Team aus Kroatien scheitert.

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