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Die Herausforderung Venedig

Mit dem Sprint in Venedig beginnt am Samstag die acht Tage dauernde OL-WM. Der Thurgauer Daniel Hubmann zählt auf allen Strecken zu den Medaillenkandidaten. Sein Bruder Martin wird in Italien über die Kurzdistanz starten.
Urs Huwyler
Martin und Daniel Hubmann laufen den WM-Sprint in Venedig. (Bild: Coralie Wenger)

Martin und Daniel Hubmann laufen den WM-Sprint in Venedig. (Bild: Coralie Wenger)

ORIENTIERUNGSLAUF. Erstmals findet die WM in Italien statt. Im Trentino und in Venetien werden erstmals durch die Einführung der Mixed-Sprint-Staffel neun Medaillensätze vergeben. Und erstmals gibt es auf der Mittel- und Langdistanz im Gegensatz zum Sprint keine Qualifikationsläufe mehr. Eine Neuerung, welche den Allroundern entgegenkommt. «Es sind in acht Tagen zwei Rennen weniger. Also kann ich mich zwischen den Rennen besser erholen», begrüsst sie der vierfache Weltmeister Daniel Hubmann.

Seit der Einführung des zwischen vier und fünf Kilometer langen Sprints 2001 hat sich OL zu einem «publikumsnahen Sport entwickelt», so Hubmann. Wie im Langlauf dauerte es einige Zeit, bis der City-Sprint in breiten Kreisen als vollwertige Disziplin anerkannt wurde. «Die Langdistanz gilt für viele nach wie vor als Königsdisziplin, aber mir würde ein Sprint-WM-Titel gleich viel bedeuten», sagt der gelernte Schreiner, der seit 2011 bereits WM-Sprint-Gold besitzt.

Venedig ist nicht St. Gallen

Die Viertelstunde auf der durch fünf Brücken mit Venedig verbundenen Insel Sant'Elena dürfte nicht nur für den 31jährigen Thurgauer zu einer speziellen Herausforderung werden. Auch sein sechs Jahre jüngerer Bruder Martin schwärmt von der Atmosphäre in der Touristenhochburg: «Im Vergleich zu andern Städten ist es wegen der engen Gässchen schwieriger, den schnellsten Weg zu finden. In St. Gallen kann ich mir an jeder Kreuzung einen Überblick verschaffen, in Venedig nicht.»

Im Sprint beendet normalerweise ein Fehler den Traum vom Podest. «In Venedig wird dies kaum anders sein, doch es könnte sich lohnen, nicht einfach drauflos zu laufen, sondern beim Studium der Karte einige Sekunden zu investieren», so Martin Hubmann, der dieses Jahr EM-Bronze im Sprint gewann. «Wer in eine Sackgasse sprintet, die an einem Kanal endet, der kann direkt reinspringen und sich abkühlen.» Als Bauingenieur-Student faszinieren ihn auch die Häuser in der Lagunen-Stadt, «doch ich werde unterwegs darauf verzichten, einzelne Objekte genauer zu betrachten.»

Erster WM-Vergleich der Brüder

Erstmals treffen die von 30 Schlachtenbummlern aus dem Stammverein OL Regio Wil vor Ort unterstützten Hubmann-Brüder in einem WM-Rennen aufeinander. Beide fühlen sich in Form, freuen sich auch wegen der Aussenwirkung auf die WM. «Es wertet unseren Sport auf, in einer weltweit bekannten Stadt laufen zu dürfen. Das Echo wird anders sein, als wenn die Rennen sonst irgendwo im Norden stattfinden», herrscht bei den OL-Brüdern Einigkeit. Martin Hubmann startet auch noch in der Sprint-Mixed-Staffel, Bruder Daniel noch über die Lang- und Mitteldistanz und mit der Staffel.

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