Die grosse Linie stimmt, es geht nur um Details

OK-Präsident Fredi Pargätzi zieht schon vor dem heutigen Final am Spengler Cup eine positive Bilanz. Sportlich und finanziell sei man auf Kurs. Herr Pargätzi, wie sind Sie mit dem sportlichen Verlauf des 87. Spengler Cups zufrieden?

Drucken
Teilen

OK-Präsident Fredi Pargätzi zieht schon vor dem heutigen Final am Spengler Cup eine positive Bilanz. Sportlich und finanziell sei man auf Kurs.

Herr Pargätzi, wie sind Sie mit dem sportlichen Verlauf des 87. Spengler Cups zufrieden?

Der Höhepunkt steht uns mit dem Final ja erst noch bevor. Aber man kann schon sagen, dass die vier besten Mannschaften des Turniers in den beiden Halbfinals standen. Insgesamt sah man viele sehr ausgeglichene, spannende Partien. Es gab nur wenige Spiele, die relativ früh entschieden wurden.

Haben Sie mit einer derartigen Steigerung von ZSKA Moskau gerechnet?

Die Moskauer wurden von den Medien in der Tat teilweise zerzaust, als sie gegen Vitkovice nur mit 17 Feldspielern antraten. Ich verstand diese Kritik nicht. Rückblickend wählten die Russen die richtige Taktik. Man muss berücksichtigen, welches Mammutprogramm sie derzeit absolvieren. Am 25. Dezember bestritten sie in Moskau noch ein KHL-Spiel, und seit dem 27. Dezember sind sie in Davos täglich im Einsatz.

Vor Turnierbeginn bezeichneten Sie die Verpflichtung der Rochester Americans als Experiment. Wie fällt jetzt Ihr Urteil aus?

Die Verpflichtung war ein gewisses Risiko. Anfänglich sah man auch Schwierigkeiten. Rochester stellte ein junges Team, für welches die grösseren europäischen Eisrinks Neuland bedeuteten. Die Equipe lernte aber rasch. Sie spielte im zweiten Spiel gegen ZSKA Moskau beim 3:4 recht gut und gegen das Team Canada trotz der 3:6-Niederlage sehr gut. Insgesamt war die Verpflichtung eines AHL-Teams interessant. Ob wir das Experiment wiederholen werden, ist offen.

Wer wird neben dem HC Davos am Spengler Cup 2014 die zweite Schweizer Mannschaft sein?

Das hängt von Servette ab: Gewinnen die Genfer das Turnier, erhalten sie von uns natürlich wieder eine Einladung.

Wie sieht die wirtschaftliche Bilanz des 87. Spengler Cups aus?

Wir sind sehr gut auf Kurs. Von den elf Spielen sind inklusive Final neun ausverkauft, und die beiden Begegnungen am Eröffnungstag waren es beinahe. Somit befinden wir uns nahe am letztjährigen Rekordergebnis, als alle elf Partien ausverkauft waren. Auch bezüglich Vermarktung und im Hospitality-Bereich verzeichnen wir sehr gute Zahlen.

Gibt es etwas, das Sie für den 88. Spengler Cup ändern möchten?

Die grosse Linie stimmt. Das Rad können wir nicht neu erfinden. Es geht um Details, um Justierungen.

Hansruedi Camenisch

Aktuelle Nachrichten