Die Goaliefrage ist geklärt

Mit der schwierigen Aufgabe gegen Russland beginnt für die Schweiz heute um 15.45 Uhr die WM in Minsk. Im Eröffnungsspiel wird Leonardo Genoni das Schweizer Tor hüten und Mathias Seger mit der 16. WM-Teilnahme zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen.

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Leonardo Genoni wird das Auftaktspiel bestreiten. (Bild: ky/Salvatore Di Nolfi)

Leonardo Genoni wird das Auftaktspiel bestreiten. (Bild: ky/Salvatore Di Nolfi)

EISHOCKEY. Leonardo Genoni heute gegen Russland und Reto Berra morgen gegen die USA: Nationaltrainer Sean Simpson klärte einen Tag vor dem WM-Auftakt die Goalie-Frage. Robert Mayer, der dritte Torhüter im Schweizer Kader, wird vorerst auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Seine zwei bisherigen WM-Einsätze absolvierte Genoni 2011 in der Slowakei. Gegen Kanada (3:4 n. V.) und Schweden (0:2) ging er zweimal als Verlierer vom Feld. «Das muss ich dieses Mal besser machen», sagt der Goalie des HC Davos. Am Tag nach dem Startspiel gegen die Russen wartet der letztjährige Halbfinal-Gegner USA auf die Schweiz. Und wie beim triumphalen 3:0-Sieg in Stockholm wird Berra gegen die Amerikaner das Tor hüten. Simpson verneinte nicht, dass diese Partie beim Entscheid eine Rolle gespielt hat. Berra bestreitet in Minsk sein viertes grosses Turnier in Folge nach der WM 2012 und 2013 sowie dem Olympiaturnier in Sotschi.

Bärtschi kommt zum Début

Weitere Personalentscheide wollte Simpson noch nicht bekanntgeben. Sicher ist, dass er noch nicht alle 22 in Minsk anwesenden Feldspieler nominieren wird und sich die Möglichkeit offen lässt, allfällige weitere Verstärkungen aus Nordamerika einzubauen. Sven Bärtschi von den Calgary Flames weilt indes bereits in Minsk und wird sein Début im Trikot des Nationalteams geben – wohl an der Seite von Luca Cunti und Denis Hollenstein.

Ebenfalls dabei sein wird Teamcaptain Mathias Seger. Der Uzwiler nimmt seine 16. WM in Angriff und wird damit zum alleinigen Rekordhalter. Seit dem vergangenen Jahr hatte er sich die Bestmarke von 15 Teilnahmen mit Finnlands Petteri Nummelin geteilt. Seger wird gegen Russland zudem seine 100. WM-Partie bestreiten und am Tag darauf gegen die USA als erst achter Spieler die Marke von 300 Länderspielen erreichen.

Gerne «Grosse» zum Auftakt

«Es ist gut, dass wir gegen einen der Favoriten beginnen können», sagt Nationalcoach Simpson. Mit drei Siegen gegen die drei «Grossen» Schweden, Kanada und Tschechien hatten die Schweizer 2013 die Basis zum WM-Silber gelegt. Gut in die WM gestartet sind sie aber nicht nur 2013, sondern auch in Jahren davor. Letztmals verlor die Schweiz 2005 in Wien ein WM-Startspiel – 1:3 gegen Tschechien. Der bislang letzte Sieg an einer WM gegen Russland ist allerdings schon 14 Jahre her. (si)

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