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Die Geschichte vom Bär ist keine Mär

Der Hinterthurgauer Orientierungsläufer Daniel Hubmann (30) ist im Trainingslager des Schweizer Nationalteams in Finnland plötzlich einem brüllenden Bären gegenübergestanden.
Ruedi Stettler/Kloten
Daniel Hubmann in Aktion. (Archivbild: Alexandra Wey)

Daniel Hubmann in Aktion. (Archivbild: Alexandra Wey)

ORIENTIERUNGSLAUF. Bei der Ankunft am Flughafen in Kloten konnte Daniel Hubmann am Donnerstagabend bereits wieder herzhaft lachen: «Ja, es ist so. In einem finnischen Wald in der Nähe von Vuokatti stand tatsächlich plötzlich 20 Meter seitlich vor mir ein kräftig brüllender Bär mit direktem Augenkontakt. Da fährt dir der Schreck schon zünftig in die Glieder und ich habe ganz einfach instinktmässig ebenfalls lautstark geschrien.» Nach knapp zehn Sekunden war der Spuk wieder vorbei und der Bär trottete zurück in den Wald.

Ganz unvorbereitet war Daniel Hubmann auf eine solche Situation in Finnland nicht. Das Trainingsgebiet der Schweizer Nationalequipen (Frauen und Männer) liegt in der Nähe der russischen Grenze und dort gibt es Bären. Allerdings hat in den letzten zehn Jahren in dieser abgelegenen Gegend (eine halbe Stunde vom nächsten Dorf entfernt) nie ein Sportler ein Tier gesichtet.

Drei Junge in der Nähe

Der bereits dreifache OL-Weltmeister und mehrfache Medaillengewinner Daniel Hubmann war bei seinem Trainingslauf besonders gut unterwegs und holte sogar den vor ihm gestarteten Teamkollegen Matthias Müller ein. «Er hat mich dann darauf hingewiesen, dass er drei junge Bärlein gesehen habe. Also müssten auch ältere Tiere im Wald unterwegs sein», schildert Hubmann die gefährliche Mission allein mitten im finnischen Wald. Die gut zwei Dutzend Schweizer (auch Martin Hubmann war dabei) wollten diese zehntägige Trainingsgelegenheit nutzen, denn im Sommer werden in dieser Region die WM-Titel vergeben.

Alle Tests bestanden

Für den seit einigen Jahren in Bern lebenden Hinterthurgauer verläuft die bisherige Vorbereitung genau nach Plan. Seine Fussverletzung spürt er nicht mehr: «Meine Form ist schon recht gut. Alle Belastungstests im Gelände fielen zu meiner vollsten Zufriedenheit aus.» Das ist besonders erfreulich, weil anfangs Juni auf der Nordic-Tour durch Norwegen, Schweden und Finnland fünf Weltcup-Rennen anstehen.

Gestern morgen brachte Daniel Hubmann bereits einen einstündigen Trainingslauf hinter sich (ohne Bär-Kontakt) und war auf dem Weg in die Massage.

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