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Die fliegenden Tiger mit ihren BMX

BMX. BMX ist eine Randsportart. Die Thurgauer Flying Tigers wollen aber nicht nur ihren Sport populärer machen, sondern auch als Schnellste über die Schweizer BMX-Strecken fahren. Zurzeit trainieren die fliegenden Tiger noch ausserkantonal, doch bald soll in Weinfelden ein Kurs entstehen.
Samuel Koch
Fabio Schmidhauser springt mit seinem BMX über eine Schanze auf der BMX-Bahn der Bike Hunters im st. gallischen Goldach. (Bild: Ralph Ribi)

Fabio Schmidhauser springt mit seinem BMX über eine Schanze auf der BMX-Bahn der Bike Hunters im st. gallischen Goldach. (Bild: Ralph Ribi)

«Riders ready, watch the gate!» – «Fahrer bereit, passt auf die Schranke auf!» Kurz darauf erfolgt ein Ton und die Schranke, die zuvor die BMX-Fahrer aufgehalten hat, versinkt in der Startrampe. Acht Fahrer der Thurgauer Flying Tigers treten in die Pedalen und stürzen sich auf die Strecke. Diese beginnt mit drei Doppelwellen, ehe drei Haarnadeln mit dazwischenliegenden Sprüngen erfolgen. Vor dem Ziel müssen die Fahrer neun kleine Wellen «schlucken», die mit der richtigen Technik befahren werden müssen. Wer zuerst die Ziellinie überquert, gewinnt das Rennen.

Das ist BMX. Ein Sport, dessen Begeisterung in den 80er-Jahren von den USA in die Schweiz übergeschwappt ist. Mittlerweile existieren in der Schweiz 15 BMX-Vereine, einer davon sind die Flying Tigers, der einzige BMX-Club im Thurgau.

Familiärer Umgang beim BMX

Angefangen hat mit den Flying Tigers alles 1984. Damit gehört der Club zu den ältesten BMX-Clubs der Schweiz. Markus Rüegg präsidiert die Flying Tigers seit 2012, auch weil sein Sohn Noah vom BMX angefressen ist. Rüegg streicht das Kameradschaftliche im BMX-Sport heraus: «Der Umgang ist sehr freundlich und familiär.» Natürlich werde auf der Bahn teils mit harten Bandagen gekämpft, aber unfair werde es praktisch nie. Stefan Ebneter, Trainer der Flying Tigers, unterstreicht die Aussage seines Präsidenten: «Wenn im Rennen jemand wegen dir stürzt, gehst du dich nach dem Rennen entschuldigen.»

Zwischen acht und zehn Rennen finden jährlich in der Deutschschweizer Meisterschaft (DSM) statt. Als Pendant wird im Welschland eine eigene Meisterschaft ausgetragen. Zudem messen sich die Deutschschweizer und die Welschen im Swiss Cup. Das Regelwerk wie die obligatorische Ausrüstung oder das Verhalten der Fahrer schreibt der BMX-Verband vor. Ohne Helm, Handschuhe und Schienbeinschoner ist eine Teilnahme an den Rennen verboten. Nach jeweils drei Vorläufen mit je acht Fahrern entscheidet ein K. o.-Modus ab den Viertelfinals über Sieg und Niederlage.

Eine eigene Bahn im Thurgau

«Es macht einfach Spass», meint der 13jährige Fabio Schmidhauser von den Flying Tigers. Er fährt bereits seit seiner Kindheit BMX. Aufgrund seines Talents gehört er sogar ins U-14-Regio-Ost-Kader, einer Auswahl der besten Talente in der Ostschweiz. Markus Rüegg stuft Schmidhauser aktuell als den besten Nachwuchsfahrer im Thurgau ein, obwohl bei den fliegenden Tigern insgesamt 22 Fahrer zu den Rennen starten, darunter auch vier Mädchen. Seit Ende Dezember 2013 können die Flying Tigers nicht mehr im Thurgau trainieren. Sie weichen deshalb für die Trainings auf die BMX-Anlagen in Winterthur oder Goldach SG aus. Bald könnte es aber mit einer BMX-Bahn im Thurgau klappen, denn in Weinfelden hat der Stadtrat ein Projekt über 650 000 Franken einstimmig angenommen. «Wir sind aktuell auf Sponsorensuche», sagt Markus Rüegg. Er hofft, dass die neue BMX-Anlage den Flying Tigers und ihrer spektakulären Sportart bereits im nächsten Jahr zur Verfügung stehen wird. «Es haben bereits viele Eltern angefragt, ob sie ihre Kinder zu uns schicken können», meint Rüegg.

www.bmxflyingtigers.ch

Markus Rüegg Präsident der Thurgauer Flying Tigers (Bild: Ralph Ribi)

Markus Rüegg Präsident der Thurgauer Flying Tigers (Bild: Ralph Ribi)

Bild: SAMUEL KOCH

Bild: SAMUEL KOCH

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