Die Bescherung ist gelungen

Im offiziellen Weihnachtsspiel gegen Olten zeigten die NLB-Spieler des HC Thurgau eine sensationelle Leistung. Der HCT gewann vor 1546 Zuschauern verdient mit 5:3.

Annalena Aerni
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In der Güttingersreuti Weinfelden sahen sich 1546 Zuschauer das NLB-Spiel zwischen dem HC Thurgau und Olten an. (Bild: Mario Gaccioli)

In der Güttingersreuti Weinfelden sahen sich 1546 Zuschauer das NLB-Spiel zwischen dem HC Thurgau und Olten an. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. «Ich kann die Spieler nur dazu auffordern, ihr Bestes zu geben, und das haben sie getan, ich bin sehr stolz auf sie», analysierte HCT-Coach Stein nach dem Match. Dies zu Recht: Die beiden Mannschaften zeigten von Beginn weg ein ausgeglichenes Spiel, was keineswegs selbstverständlich war. Olten war als klarer Favorit in die Partie gestartet.

Die Einheimischen hielten aber kräftig dagegen an. Die erste Unterzahl für Olten hatte somit Folgen. Im Powerplay zog Nüssli an der blauen Linie ab, der HCT ging früh mit 1:0 in Führung. Mit überzeugendem Einsatz ging es weiter. Küng verpasste in der 14. Minute das Tor, was Trachsler in der 18. Minute nachholte. Die hervorragende Spielweise im ersten Abschnitt verdeutlichte sich in der 2:0-Führung für den HCT.

Mit einer doppelten Unterzahl in ein Drittel zu starten, ist nicht jedermanns Sache, aber die des HC Thurgau offenbar schon. Bis in die 28. Minute überstanden die Thurgauer alle Boxplays, ohne Mühe zu bekunden. In besagter Minute sass Helfer in der Kühlbox. Olten brauchte nur 14 Sekunden, um Zurkirchen zu bezwingen.

Damit man aber in Ruhe weiterspielen konnte, stellte Dommen im Alleingang die Zwei-Tore-Führung wieder her. Conte, Nüssli und Schefer verpassten in den folgenden Minuten den vierten Treffer für den HC Thurgau. Dafür gelang Topskorer Sertich der erneute Anschlusstreffer zum 3:2. Innert kürzester Zeit kam die Reaktion der Thurgauer, diesmal in der Person von Nüssli. Dieser traf im vier gegen vier mit einem Slapshot diskussionslos zum 4:2.

«Olten spielte sehr gut, aber wir waren besser», sprach der HCT-Coach dem Gegner ein Lob aus. Tatsächlich hatte Olten mit Abschlusspech zu kämpfen, viele Schüsse gingen entweder ins Aussennetz oder wurden vom überragenden Torwart Zurkirchen gestoppt. Unter Mithilfe von Keeper Tobler schoss Conte im Schlussabschnitt schliesslich noch das 5:2. Dieser Shorthander besiegelte den Sieg der «Leuen».

Das 5:3 wurde von den tobenden 1546 anwesenden Fans schon gar nicht mehr beachtet. «Wir haben für unsere Fans gewonnen. Sie waren der 6. Feldspieler, auf dessen Unterstützung man nicht verzichten kann», meinte Stein am Ende. Der Abstand zu den Plätzen neun und acht schrumpft immer mehr. Das ist auch Wichser bewusst: «Es sind nur noch sieben Punkte. Das sind drei Siege, die uns von den Playoffs trennen. Das werden wir aufholen.» Die erste Möglichkeit kommt bereits morgen Dienstag bei Ajoie.