Die Angst vor Überraschungen

Am heute beginnenden dritten Grand-Slam-Turnier der Saison in Wimbledon müssen sich die Favoriten vor Überraschungen in den ersten Runden fürchten.

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TENNIS. Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray stehen auch diesmal in Wimbledon im Fokus. In den ersten Runden müssen sie sich am meisten vor einer negativen Überraschung in acht nehmen. Im vergangenen Jahr erwischte es Nadal in der ersten und Federer in der zweiten Runde. Bei keinem anderen Turnier ist die Gefahr für einen frühen Favoritensturz so gross. Konkret sagt Federer über Nadal, Wimbledon-Champion 2008 und 2010, aber seit 2011 mit nur zwei gewonnenen Spielen auf Rasen: «Er ist in frühen Runden am verwundbarsten.» Djokovic, Nadals Finalgegner von Paris, verzichtete nach dieser schmerzlichen Niederlage auf ein Vorbereitungsturnier vor Wimbledon. Er habe diese Tage zum Regenerieren gebraucht. Speziell ist die Ausgangslage auch für Andy Murray. Der Schotte, der im vergangenen Jahr als erster Brite seit Fred Perry 1936 in Wimbledon triumphierte, eröffnet das Turnier heute. «Ich habe Schmetterlinge im Bauch», sagte er gestern.

Wawrinka am Kräftesammeln

So wagt kaum einer einen Ausblick auf die entscheidenden Tage um den Turniersieg in rund zehn Tagen. Federer versichert immerhin: «Wenn ein paar Sachen klicken, kann ich gewinnen.» Bei Stan Wawrinka geht es in erster Linie darum, nach ein paar Tagen mit Fieber seine Kräfte wieder zu sammeln. Wawrinka wird froh sein, dass er wie Federer erst morgen ins Turnier startet und so einen Tag mehr zur Erholung bekommt.

Bencic morgen im Einsatz

Belinda Bencic aus Oberuzwil spielt wie Federer und Wawrinka morgen zum erstenmal. Ihre Gegnerin ist die Slowakin Magdalena Rybarikova. (si)

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