Deutschland unter Zugzwang

In der EM-Qualifikation versuchen sich Deutschland und Polen heute abend im Direktvergleich von Irland und Schottland abzusetzen. Dänemark und Albanien spielen in der Gruppe I um die Tabellenspitze.

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FUSSBALL. In Deutschland war man vor Qualifikationsspielen für grosse Turniere auch schon entspannter. In der Gruppe D der EM-Qualifikation steht der Weltmeister auf Platz zwei hinter Polen. Und ausgerechnet dieser Gegner, der im vergangenen Herbst Joachim Löws Team mit 2:0 besiegte, ist heute in Frankfurt zu Gast. «Im heissen Herbst stehen wir vor den Wochen der Wahrheit, aber nicht mit dem Rücken zur Wand», sagte der Bundestrainer gestern.

Schottland im Nacken

Verlieren die Deutschen gegen Polen wieder Punkte, spüren sie den Atem zwei weiterer Konkurrenten im Nacken: Schottland, heute gegen Georgien, und Irland, gegen Gibraltar, können dann zu den Deutschen aufrücken – und ihnen den zweiten Platz streitig machen. Mit dem Spiel am Montag gegen Schottland steht für Deutschland das zweite kapitale Spiel an.

Auch in den beiden anderen Gruppen, in denen heute gespielt wird, sind die Qualifikationsplätze hart umkämpft. Rumänien, Nordirland und Ungarn führen in der Gruppe F einen Dreikampf. Und sogar die Färöer könnten heute mit einem Heimsieg gegen Nordirland noch auf einen Platz unter den ersten drei hoffen.

Wer stürzt Portugal?

In der Gruppe I machen Dänemark und Albanien unter sich aus, wer Leader Portugal stärker unter Druck setzen kann. Der Sieger der Partie würde die Favoriten um Cristiano Ronaldo gar von der Spitze verdrängen. Portugal selbst wird erst am Montag in Albanien wieder ins Geschehen eingreifen. (rst)