DERNIÈRE: Schweizer Misstöne zum WM-Abschluss

Das morgige Rennen in Valencia ist der Abschluss der Moto2-Saison. Für zwei Schweizer geht damit die Zeit in der zweithöchsten Motorradklasse zu Ende.

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Wegen der vor zwei Wochen in Malaysia erlittenen Fussverletzung wird Thomas Lüthi am Saisonfinale in Valencia nicht starten können. Im gebrochenen Sprungbein des linken Fusses ist auch nach der Operation die Belastungsstabilität nicht gegeben. Sehr wahrscheinlich wird Lüthi erst Ende Januar erstmals auf der MotoGP-Honda unterwegs sein. Den Moto2-Abgang hat sich der 31-jährige Emmentaler zwar anders vorgestellt, doch trotzdem kann er auf eine sehr gute letzte Moto2-Saison zurückblicken. Er wurde WM-Zweiter und fuhr zehn Podestplätze heraus.

Weniger Erfolg hatte Dominique Aegerter. Sein Höhepunkt war der Sieg in Misano, der aber wegen einer Unregelmässigkeit im Motorenöl aberkannt wurde. Nach dem überraschenden Tod des deutschen Teamchefs Stefan Kiefer verzichtete der Berner zuletzt auf das Rennen in Malaysia. Im Gesamtklassement belegt er nur den zwölften Platz.

Aegerter hofft nun auf das neue Jahr. Die Voraussetzungen sind viel versprechend. Der britische Geschäftsmann David Pickworth soll das Kiefer-Team übernehmen. Ausserdem wird Aegerter künftig wohl auf einer KTM-Maschine sitzen. Neuer Teamkollege wird der Deutsche Sandro Cortese, 2012 in der Moto3-Klasse Weltmeister mit KTM.

Raffin vorerst vor letztem GP

Jesko Raffin steht in Valencia wie Lüthi vor seinem vorerst letzten Moto2-GP. Der Zürcher erhielt von der Teamvereinigung Irta trotz gültigem Vertrag für 2018 und fast gesicherter Finanzierung keinen Startplatz für die kommende Saison. Er sei schockiert gewesen, als er von diesem Entscheid vernommen habe, sagt Raffin. Ein fragwürdiger Beschluss, da Raffin in der WM-Wertung mit 26 Punkten den ansprechenden 19. Platz einnimmt. Vor knapp drei Wochen im GP von Australien verpasste er als Vierter das Podest nur knapp. In welcher Rennserie es für ihn weitergehe, sei noch unklar. «Doch aufhören will ich nicht», stellt der 21-Jährige klar. (sda)