Der Winter ist teuer für Sportchefs

Weshalb sind die Transfersummen für Fussballspieler im Winter höher als im Sommer?

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Weshalb sind die Transfersummen für Fussballspieler im Winter höher als im Sommer?

Die Zeit des internationalen Transferfensters ist kürzer als im Sommer. Es dauert noch bis Ende Januar. Viele Clubs sind unter Druck, weil sie die im Herbst angepeilten Ziele nicht erreicht haben und reagieren müssen. Der Markt gibt weniger her. Aus diesen Gründen bricht Hektik aus. Und diese treibt die Preise nach oben. Die Sportchefs, die in den Vereinen im wesentlichen über Transfers entscheiden, müssen rasch handeln, wenn sie das Gefühl haben, dass ein Spieler passt. Das Problem für den Sportchef des Clubs X ist freilich oft, dass der Sportchef des Clubs Y denselben Spieler im Visier hat. Dann entscheidet das Geld.

In der Wintertransferperiode sind überdies fast nur Ladenhüter auf dem Markt. Jene Spieler, die im Herbst einen Stammplatz hatten, bleiben ihren Clubs in der Regel treu. Hat ein Sportchef nun das Gefühl, er müsse unbedingt einen Stammspieler eines Ligakonkurrenten abwerben, kann es sehr teuer werden.

Stammspieler gehen im Winter vorwiegend ins Ausland. In eine bessere Liga, wo sie mehr verdienen können. Wie etwa Basels Ägypter Mohamed Elneny, der diesen Januar für rund zehn Millionen Franken von Arsenal London verpflichtet worden ist. Auch die Wechsel ins Ausland treiben die Transfersummen im Winter in die Höhe. (dg)

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.

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