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Der Weg in den WM-Final: Auf diese Gegner könnte die Schweiz treffen

Nach dem 2:2 gegen Costa Rica steht die Schweiz an der WM im Achtelfinal. Dort warten am Dienstag die Schweden. Doch welche Gegner kämen im weiteren Turnierverlauf in Frage?
Sergio Dudli
Applaus: Granit Xhaka (links) feiert den Einzug in die Achtelfinals. (Bild: KEY)

Applaus: Granit Xhaka (links) feiert den Einzug in die Achtelfinals. (Bild: KEY)

Die Achtelfinals:

  • Samstag (30. Juni)
    16 Uhr: Frankreich vs. Argentinien
    20 Uhr: Uruguay vs. Portugal
  • Sonntag (1. Juli)
    16 Uhr: Spanien vs. Russland
    20 Uhr: Kroatien vs. Dänemark
  • Montag (2. Juli)
    16 Uhr: Brasilien vs. Mexiko
    20 Uhr: Belgien vs. Japan
  • Dienstag (3. Juli)
    16 Uhr: Schweden vs. Schweiz
    20 Uhr: Kolumbien vs. England

Es war keine Glanzleistung, was die Schweiz gegen Costa Rica am Mittwochabend abgeliefert hat. Doch letztlich hat das Team von Vladimir Petkovic die Pflicht erfüllt und sich mit dem 2:2 für die Achtelfinals qualifiziert. Nun stehen folgende Mannschaften zwischen der Schweiz und dem Einzug in den WM-Final:

Achtelfinal

Schweden

Emil Forsberg (oben) trifft mit Schweden im Achtelfinal auf die Schweiz (Bild: EPA)

Emil Forsberg (oben) trifft mit Schweden im Achtelfinal auf die Schweiz (Bild: EPA)

Die Schweden setzten sich in der Gruppe mit Deutschland, Mexiko und Südkorea überraschend als Gruppenerster durch. Bei sechs Punkten und einem Torverhältnis von 5:2 kann aber keine Rede von Glück sein. Gegen Weltmeister Deutschland standen die Schweden kurz vor der Sensation, doch der Treffer zum 2:1 von Toni Kroos in der 95. Minute verwehrte ihnen einen verdienten Punkt. Schweden ist eine Mannschaft ohne grosse Namen, deren Hauptaugenmerk auf der Defensive liegt. Am bekanntesten dürfte den hiesigen Fussballfans Leipzigs Emil Forsberg sein, seines Zeichens einer der besten Vorbereiter der Bundesliga. Dass die Schweden nicht zu unterschätzen sind, beweist die unglückliche Niederlage gegen Deutschland und das Fehlen Italiens an der Endrunde, die den Skandinaviern in der Barrage unterlegen waren.

Resultate

1:0 gegen Südkorea
1:2 gegen Deutschland
3:0 gegen Mexiko

Viertelfinal

England

Harry Kane führt die WM-Torschützenliste mit fünf Toren an. (Bild: AP)

Harry Kane führt die WM-Torschützenliste mit fünf Toren an. (Bild: AP)

England lässt den WM-Beobachter nach der Vorrunde ratlos zurück. Gegen Tunesien und Panama wurde das Team nur bedingt gefordert, auch wenn es gegen die Afrikaner einen Treffer von Harry Kane kurz vor Schluss benötigte, um die drei Punkte einzufahren. Im abschliessenden Gruppenspiel gegen Belgien taten die Engländer das, was erwartet wurde: Sie schonten sämtliche Stammkräfte, verloren 0:1 und sicherten sich den zweiten Platz - und umgehen damit Brasilien im Viertelfinal. Der erste Härtetest folgt im Achtelfinal mit Kolumbien. Festgehalten werden kann, dass Stümerstar Kane in Torlaune ist. Mit fünf Toren führt er die Torschützenliste an. Eine weitere Erkenntnis: Ihre Probleme in der Abwehr sind die Engländer auch im Jahr 2018 nicht los. Selbst die Exoten aus Panama bezwangen den Abwehrriegel der «Three Lions».

Resultate

2:1 gegen Tunesien
6:1 gegen Panama
0:1 gegen Belgien

Kolumbien

Kolumbiens Falcao erzielt gegen Polen seinen ersten WM-Treffer. (Bild: EPA)

Kolumbiens Falcao erzielt gegen Polen seinen ersten WM-Treffer. (Bild: EPA)

Das WM-Abenteuer begann schlecht für Kolumbien: Nach drei Minuten im ersten Spiel begab Verteidiger Carlos Sanchez gegen Japan ein absichtliches Handspiel. Rote Karte. Penalty. 1:0 für Japan. Letztlich siegten die Asiaten 2:1, der Fehlstart der Südamerikaner war perfekt. Doch dank Siegen gegen Polen und Senegal holte sich Kolumbien noch den Gruppensieg. Angeführt wird das Team von Bayern Münchens James Rodriguez, der allerdings von Verletzung geplagt ist, und Stürmer Falcao von Monaco. Dazu kommen weitere Spieler mit grosser Klasse wie der trickreiche Juan Cuadrado von Juventus oder Davinson Sanchez von Tottenham, der die Abwehr organisiert. Ziel der Kolumbianer: Besser abschneiden als an der WM vor vier Jahren. Damals war im Viertelfinal Endstation nach einer 1:2-Niederlage gegen Brasilien.

Resultate

1:2 gegen Japan
3:0 gegen Polen
1:0 gegen Senegal

Halbfinal

Spanien

Für Trainer Fernando Hierro gibt es noch viel Klärungsbedarf. (Bild: AP)

Für Trainer Fernando Hierro gibt es noch viel Klärungsbedarf. (Bild: AP)

Die Spanier sorgten vor Beginn der WM für grosse Diskussionen. Weil Trainer Julen Lopeteguis kurz vor der Endrunde einen Vertrag bei Real Madrid unterzeichnet hat, entliess ihn der Verband zwei Tage vor der Eröffnungspartie. Unter dem neuen Trainer Fernando Hierro überzeugten die Spanier im ersten Spiel beim 3:3 trotz akuter Mängel in der Defensive. Dass die Feinabstimmung unter Hierro nicht passt, zeigte sich beim 1:0 gegen den Iran und beim 2:2 gegen Marokko. Spanien verfügt auf dem Papier wohl über die talentierteste und spielerisch stärkste Mannschaft der WM, aber ein Plan B zu ihrem Kurzpassspiel scheint nicht vorhanden zu sein. Deshalb wittern mittlerweile auch die sogenannten kleinen Fussballnationen ihre Chance gegen Spanien. Sie sind angreifbar, gegen Russland im Achtelfinal aber grosser Favorit.

Resultate

3:3 gegen Portugal
1:0 gegen Iran
2:2 gegen Marokko

Kroatien

Luca Modric (vorne) und die Kroaten stehen mit drei Siegen im Achtelfinal. (Bild: AP)

Luca Modric (vorne) und die Kroaten stehen mit drei Siegen im Achtelfinal. (Bild: AP)

Vor der WM gehörte Kroatien in die Kategorie «Geheimtipp». Doch nach drei Siegen, 7:1 Toren und einem fulminanten 3:0 gegen Argentinien stiegen die Kroaten in der Gunst der Wettbüros. Als eine der wenigen Nationen vermochten sie zu überzeugen. Prunkstück ist das Mittelfeld mit Real Madrids Luka Modric und Barcelonas Ivan Rakitic. Während Modric das Offensivspiel orchestriert, organisiert Rakitic die Defensive als Mann vor der Abwehr. Im Sturm stehen zudem mit Mario Mandzukic und Ivan Perisic zwei Akteure, die über den nötigen Torriecher verfügen, bisher aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. In der jüngeren Vergangenheit fehlte Kroatien in den entscheidenden Momenten die mannschaftliche Ausgeglichenheit, um gegen die ganz grossen Nationen für Überraschungen zu sorgen. Sind sie nun bereit? Gegen Dänemark sind sie schon mal zu favorisieren.

Resultate

2:0 gegen Nigeria
3:0 gegen Argentinien
2:1 gegen Island

Dänemark

Dänemark trotzt Frankreich ein 0:0 ab und feiert das Weiterkommen. (Bild: AP)

Dänemark trotzt Frankreich ein 0:0 ab und feiert das Weiterkommen. (Bild: AP)

Glaubt man den Medien, besteht die dänische Mannschaft aus einem Spieler: Christian Eriksen. Der Spielmacher von Tottenham ist die grosse Figur im Nationalteam. Das Tor des 26-Jährigen beim 1:1 gegen Australien war sein 13. Treffer in den vergangenen 15 Spielen im dänischen Trikot. In der Premier League kam Eriksen in der abgelaufenen Saison auf zehn Tore und elf Vorlagen. Bei Dänemark ist er Torschütze, Vorbereiter und Spielmacher in einer Person. Neben Eriksen gehören Torhüter Kasper Schmeichel, Sohn von Goalie-Legende Peter, und Yussuf Poulsen von Leipzig zu den Leistungsträgern. Eriksen ist sowohl die grosse Stärke als auch die grosse Schwäche der Dänen, denn: Wird er aus dem Spiel genommen, geht die Torgefahr ab.

Resultate

1:0 gegen Peru
1:1 gegen Australien
0:0 gegen Frankreich

Russland

Russland übersteht, auf Kosten von Ägypten um Mohamed Salah (links), die Gruppenphase. (Bild: EPA)

Russland übersteht, auf Kosten von Ägypten um Mohamed Salah (links), die Gruppenphase. (Bild: EPA)

Vor der EM mit wenig Kredit gestartet, setzten sich die Russen an der Heim-WM in der Gruppenphase letztlich souverän durch. Gegen ein überfordertes Saudi-Arabien und ein zu sehr von Mohamed Salah abhängiges Ägypten spielte sich Russland in eine Euphorie, ehe es beim 0:3 im abschliessenden Spiel gegen Uruguay wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Die Mannschaft ist schwierig einzuschätzen, zumal Saudi-Arabien und Ägypten keine Gradmesser waren und gegen Uruguay das Weiterkommen bereits feststand. Allerdings scheint das Team nicht mehr so gefährlich wie noch an der EM 2008, als die Russen mit mitreissendem Offensivfussball erst im Halbfinal am späteren Sieger Spanien scheiterten. Gegen diesen Gegner bietet sich nun die Chance zur Revanche.

Resultate

5:0 gegen Saudi-Arabien
3:1 gegen Ägypten
0:3 gegen Uruguay

Final

Das Final findet im Luschniki Stadion in Moskau statt. (Bild: AP)

Das Final findet im Luschniki Stadion in Moskau statt. (Bild: AP)

Schafft es die Schweiz tatsächlich in den WM-Final am 15. Juli in Moskau, wartet eine der folgenden Mannschaften auf das Team von Vladimir Petkovic: Frankreich, Argentinien, Uruguay, Portugal, Brasilien, Mexiko, Belgien oder Japan. Es wird ein langer Weg.

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