Der VBC Aadorf ist Leader

VOLLEYBALL. Die NLB-Volleyballerinnen des VBC Aadorf haben eine turbulente Woche hinter sich. Nach der Niederlage gegen den VBC Galina beenden sie die Qualifikation doch noch auf dem ersten Platz.

Rodrigo Teixeira
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Nach zehn Siegen und vier Niederlagen stehen die Aadorfer Volleyballerinnen an der Spitze der NLB-Ostgruppe. Hier smasht Lina Samland im Spiel gegen Galina den Ball über das Netz. (Bild: pd/Fredy Ulrich)

Nach zehn Siegen und vier Niederlagen stehen die Aadorfer Volleyballerinnen an der Spitze der NLB-Ostgruppe. Hier smasht Lina Samland im Spiel gegen Galina den Ball über das Netz. (Bild: pd/Fredy Ulrich)

Die 13. und 14. Qualifikationsrunde hatte es für den VBC Aadorf in sich: Gegen die starken Liechtensteinerinnen vom VBC Galina musste man sich geschlagen geben. Vor heimischer Kulisse stimmte vieles nicht. Galina, das noch nicht für die Playoffs qualifiziert war, war das aktivere Team und brachte die Thurgauerinnen an den Rand der Verzweiflung. Dennoch konnte sich das Team um Trainer Frieder Strohm nach einem 0:2-Rückstand fangen und in Sätzen ausgleichen. Trotz der Aufholjagd war es dem Aadorfer-Team im Tiebreak nicht möglich, den Sack zuzumachen. So schaffte es Galina, die Aadorfer Siegesserie von sieben Spielen in Folge zu stoppen, und die definitive Playoff-Qualifikation unter Dach und Fach zu bringen.

Aadorf hatte sich vom Spiel gegen Galina mehr erhofft und konnte die Enttäuschung nicht verbergen. «Die Enttäuschung ist gross, aber wir müssen gestehen, dass sich heute ein starkes Galina durchgesetzt hat. Es gilt nun, sich auf das Finale gegen Lugano zu konzentrieren», gab Frieder Strohm zu.

Finalissima um Gruppensieg

Da Lugano in der Runde zuvor gegen Ruswil mit 3:0 nach Hause geschickt wurde, kam es am Samstag zur Begegnung der punktgleichen Teams der Gruppe und so zur Finalissima um den Gruppensieg in der Ostgruppe. Obwohl die Thurgauerinnen wie so oft in dieser Saison den Start ins Spiel ein wenig verschliefen und diesen auch abgeben mussten, konnten sie sich im zweiten Satz fangen und spielten entschlossen. Lugano versuchte mit mehr Risiko zum Erfolg zu kommen, was jedoch mehrmals mit einem Fehler endete. Trotzdem liess Aadorf die Tessinerinnen immer wieder heranrücken. Schliesslich schaffte man den Satzausgleich doch noch mit 25:22.

Trotz Sieg nicht ganz zufrieden

Auch der dritte Satz zeigte ein ähnliches Bild. Dieser war eng und lange Zeit offen. Lugano kämpfte tapfer, wurde aber für das risikoreiche Spiel nicht belohnt. Aadorf gelang es, den Satz wie zuvor mit 25:22 ebenfalls für sich zu entscheiden. Im vierten legten die Tessinerinnen alles in die Waagschale. Aadorf konnte bis auf 23:12 davonziehen, doch dann liess die Konzentration nach. Die Thurgauerinnen liessen Lugano nochmals bis auf 24:21 herankommen. Die Nervosität auf Aadorfer Seite war nun offensichtlich. Doch das Aufbäumen von Lugano kam zu spät, Aadorf gewann das Spiel mit 3:1 und wurde Gruppensieger.

«Mein Team hat nach der Niederlage gegen Galina Moral gezeigt», sagte Frieder Strohm nach dem Spiel. Mit dem Verlauf der Sätze ist Strohm jedoch nicht zufrieden: «Es kann nicht sein, dass wir den Gegner lange Zeit kontrollieren und aus dem Nichts den Faden verlieren. Das muss sich unbedingt ändern.»