Der UHC Waldkirch-St.Gallen kann Geschichte schreiben

Waldkirch-St.Gallen strebt den erstmaligen Einzug ins NLA-Playoff an. Nie zuvor war die Gelegenheit günstiger. In der Doppelrunde vom Wochenende müssen die Ostschweizer Unihockeyaner noch zwei Konkurrenten ausstechen.

Pascal Koster
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Der Deutsche Tino von Pritzbuer (rechts) könnte am Wochenende mit Waldkirch-St.Gallen das Playoff erreichen. Bild: Benjamin Manser

Der Deutsche Tino von Pritzbuer (rechts) könnte am Wochenende mit Waldkirch-St.Gallen das Playoff erreichen. Bild: Benjamin Manser 

Spannender könnte die Ausgangslage nicht sein. Vor der abschliessenden NLA-Doppelrunde streiten sich drei punktgleiche Teams um den achten und letzten Playoff-Platz. Auch in diesem Trio ist der UHC Waldkirch-St.Gallen. Die Mannschaft von Fabian Arvidsson hat nach 20 Spielen 24 Punkte auf dem Konto, genauso wie Langnau und Rychenberg Winterthur. Jedes der drei Teams hat noch zwei Gelegenheiten, um die entscheidende Differenz herauszuspielen.

Die besten Karten hat wohl Langnau. Die Emmentaler weisen mit zehn Treffern Abstand zu Waldkirch-St.Gallen das beste Torverhältnis auf, was letztlich bei Punktgleichstand entscheiden würde. Allerdings muss der Tabellenachte noch gegen das zweitklassierte Wiler-Ersigen antreten; eine Niederlage ist ziemlich wahrscheinlich.

Unruhe bei der Konkurrenz

Doch auch das Schlussbouquet der St.Galler hat es in sich. Im Heimspiel vom Samstag, ab 18 Uhr im Tal der Demut gegen den Zweitletzten Thun, sind drei Punkte Pflicht. Denn 23 Stunden später müssen die Ostschweizer auswärts gegen den Sechsten Zug bestehen. Die Theorie ist simpel: Holt Waldkirch-St.Gallen in den letzten zwei Runden mehr Punkte als Langnau und Rychchenberg Winterthur, ist die erste Playoff-Qualifikation der Vereinsgeschichte perfekt.

Cheftrainer Arvidsson ist optimistisch: «Wir gehen mit positiven Emotionen ins letzte Wochenende, Langnau nicht.» Tatsächlich sind die Emmentaler lange Zeit ungefährdet auf einem Playoff-Platz gestanden. Sie rechneten wohl nicht damit, noch einmal in die Bredouille zu geraten. «Ich kann mir gut vorstellen, dass in ihrem Team Unruhe herrscht», sagt Arvidsson. In der eigenen Mannschaft sehe es anders aus.

«Wir kamen von hinten und sind nur schon dankbar, dass wir diese letzte Chance noch erhalten.»

Der UHC Waldkirch-St.Gallen hat einen resultatmässig schwachen Januar hinter sich. Erst gegen Ende des Monats steigerte sich Arvidssons Equipe – genau zur richtigen Zeit: Dank des Aufwärtstrends gewannen die St.Galler die Spiele der letzten Chance gegen Langnau beziehungsweise die Grasshoppers.

Die Nervenstärke könnte letztlich ausschlaggebend sein. Dies glaubt auch Arvidsson. Der Schwede sagt: «Wir sind es uns mittlerweile gewöhnt, in solchen Situationen zu sein. Das kann uns nun helfen.»

Die Vorzeichen stimmen

Nach den Trainings unter der Woche habe er ein gutes Gefühl, sagt Arvidsson. «Die Spieler sind nicht angespannt. Sie sind dafür umso motivierter. Das ist gut so.» Für die kapitale Doppelrunde stehen dem schwedischen Coach mit Ausnahme von Nico Conzett alle Spieler zur Verfügung. Die Chance, Vereinsgeschichte zu schreiben, war selten günstiger.