Der Toggenburger Radprofi Patrick Schelling fällt durch einen Dopingtest

Patrick Schelling hat eine positive Dopingprobe abgeliefert. Der 30-Jährige aus Hemberg wurde vier Monate gesperrt

Daniel Good
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Patrick Schelling (vorne) wurde im vergangenen Jahr als Elfter bester Schweizer an der Tour de Suisse.

Patrick Schelling (vorne) wurde im vergangenen Jahr als Elfter bester Schweizer an der Tour de Suisse.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE (Nufenenpass, 23. Juni 2019)
Patrick Schelling

Patrick Schelling

Bild: Maxime Schmid / KEYSTONE

Bei der verbotenen Substanz handelt es sich um Terbutalin, das sich in einem Asthmamittel befand. Der internationale Radsportverband begründete die kurze Sperre mit dem «unabsichtlichen Handeln» Schellings während der Ruanda-Rundfahrt. In Afrika wurde der Toggenburger Gesamtdritter. Schelling ist ab dem 18. September wieder startberechtigt. Er fährt seit dieser Saison wieder auf der World Tour, dem Elitezirkel im Radsport.

Schelling selbst äusserte sich auf Facebook zum positiven Test. «Diese Substanz stammt aus dem von mir in Rwanda benutzten Asthmaspray Bricanyl. Ich war mir nicht bewusst, eine verbotene Substanz zu mir zu nehmen, die eine Ausnahmegenehmigung erfordert, die mir nachträglich trotz medizinischer Notwendigkeit nicht erteilt wurde. Es war mein Fehler, den vom Lungenarzt verschriebenen Spray nicht auf Zulässigkeit zu prüfen», so Schelling, der schon als Kind an Asthma litt.

«Täglich verwende ich einen Asthmaspray, der mit gewissen Grenzwerten erlaubt ist. Den genehmigungspflichtigen Spray benutzte ich zusätzlich aufgrund der schlechten Luftverhältnisse in Rwanda, wo ich mit akuten Atembeschwerden zu kämpfen hatte. Bei diesem Medikament handelt es sich um einen herkömmlichen Asthmaspray, der in therapeutischer Anwendung zu keinerlei Leistungssteigerung führt», schrieb Schelling, der zu den besten Kletterern im Land zählt, weiter.

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Der Traum von der World Tour, der Belétage im Radsport, ist vorerst zu Ende. IAM Cycling hat den auslaufenden Vertrag mit Patrick Schelling nicht verlängert. Der Hemberger will es nun auf einer tieferen Stufe nochmals versuchen.
Christian Brägger