Langlauf: Der Teamsenior dominiert

Der Davoser Toni Livers weilte anlässlich der Schweizer Meisterschaften zum ersten Mal in seinem Leben in Engelberg. Er hinterliess einen starken Eindruck und war von der Gerschnialp beeindruckt.

Roland Bösch, Engelberg
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Lässt über 15 km alles hinter sich: Toni Livers (vorne). (Bild: Andrea Hurschler (Engelberg, 2. Februar 2019))

Lässt über 15 km alles hinter sich: Toni Livers (vorne). (Bild: Andrea Hurschler (Engelberg, 2. Februar 2019))

Toni Livers, der sympathische Davoser, liess sich beim Weg auf das Siegerpodest an den von ­Nordic Engelberg organisierten Schweizer Meisterschaften Zeit. Der Speaker stellte frech die Frage, ob es sich um eine Alterserscheinung handle. Der 35-jährige Teamsenior konterte im anschliessenden Interview: «Meine Trainingskollegen in Davos haben mich mit dem Auftrag nach Engelberg geschickt, als ältester Schweizer Langlaufmeister in die Geschichte einzugehen.»

Den Sieg erkämpfte sich das A-Kadermitglied souverän. Ob er wirklich als ältester Schweizer Meister in die Geschichte eingeht, konnte kurzfristig nicht abschliessend beurteilt werden. ­Livers bildete aber so oder so zusammen mit der Eigenthalerin Nadine Fähndrich ein würdiges Sieger-Duo beim «Jungfernlauf» auf der im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaften neu homologierten Strecke. «Ehrlich gesagt, bin ich zum ersten Mal in meinem Leben in Engelberg. Die Strecke hier ist sehr anspruchsvoll und hat von allem etwas», zeigte sich der Bündner beeindruckt. Auch wenn das Wetter heute Sonntag garstiger sein dürfte, freut sich Livers auf das Verfolgungsrennen im klassischen Stil.

Achte WM-Teilnahme steht bevor

Währenddem die Sprint-Trainingsgruppe rund um Roman Schaad und Nadine Fähndrich diese Woche in Engelberg unter der Leitung des ehemaligen Sprintspezialisten Peter von Allmen trainierte, weilten die Distanzläufer Dario Cologna, Roman Furger, Toni Livers und Co. zur WM-Vorbereitung in Davos. «Vor der WM werde ich im Gegensatz zu meinen Teamkollegen keine Weltcup-Rennen mehr bestreiten. Um trotzdem das Wettkampfgefühl zu behalten, habe ich mich zu einem Start auf der Gerschnialp entschieden», erklärt Livers. Aus dem gleichen Grund war Livers, welcher an der WM in Seefeld mit einem Start über die 50 Kilometer liebäugelt, zuletzt auch beim World-Loppet-Cup im österreichischen Obertilliach am Start. Beim Anlass über 60 Kilometer ging es um Wettkampfpraxis. Der Sieg war die motivierende Zugabe. Seit 2005 war Livers an jeder Weltmeisterschaft am Start. Sich für die achte Auflage zu motivieren, fällt ihm einfach. «Meine Freude am Langlaufsport und der Reiz, sich stetig zu verbessern, bilden die Grundlage», ist der Vollprofisportler überzeugt.

Ueli Schnider vom Skiclub Flühli kommt zu seinem dritten WM-Einsatz. Heute Sonntag verzichtet der B-Kaderläufer auf den Start im Verfolgungsrennen. «Ein Klassisch-Rennen würde mir entgegenkommen. Doch muss ich auf meinen Körper hören und ihm nach dem intensiven Trainingsblock eine Pause gönnen», erklärt Schnider. «Meine Batterien waren heute einfach leer.» Anstelle der Titelverteidigung blieb ihm nur der 11. Rang. Beunruhigt ist er deswegen nicht.

Engelberg. SM. Männer. 15 km Skating: 1. Livers (Davos) 35:24,1. 2. Bieler (Bonaduz) 22,0 zurück. 3. Steiner (Davos) 44,4. – Ferner: 11. Schnider (Flühli) 2:26,0. 12. Riebli (Schwendi-Langis) 2:30,5. 17. Näpflin (Beckenried) 3:51,7. – Frauen. 5 km Skating: 1. Fähndrich (Eigenthal) 11:38,5. 2. Hiernickel (Schwanden) 10,4. 3. Von Siebenthal (Turbach-Bissen) 17,7. – Ferner: 5. Arnold (Unterschächen) 34,4. 9. Fischer (Engelberg) 49,5. 19. Christen (Andermatt) 1:36,9. 42. Niederberger (Dallenwil) 3:00,5.

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