Der Tabellenletzte im Mittelpunkt des Interesses

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Fussball Die morgen beginnende Rückrunde der Challenge League verspricht nur am einen Ende der Tabelle Spannung. Leader FC Zürich hat bereits zwölf Punkte und mehr Vorsprung auf die Konkurrenz. Niemand zweifelt daran, dass der Absteiger der Aufsteiger sein wird. Daran ändert auch nichts, dass der erste Verfolger Xamax in der Wintervorbereitung keines seiner fünf Testspiele verloren hat, wobei der Gegner dreimal aus der Super League kam.

Aufgrund der deutlichen Verhältnisse an der Spitze liegt der Fokus vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf dem FC Schaffhausen, dem Tabellenletzten. Einerseits weiht er am 25. Februar mit dem Spiel gegen Winterthur das neue Stadion, den 8000 Plätze fassenden Lipo-Park, ein. Andererseits versprechen der neue Trainer Murat Yakin und sein Assistent sowie Bruder Hakan Spektakel. Gleich sieben Spieler wurden in der Winterpause bisher verpflichtet. Kein anderes Team der zweithöchsten Spielklasse war betreffend Zuzüge aktiver auf dem Transfermarkt. Unter ihnen ist auch der in Wil nicht mehr erwünschte Gjelbrim Taipi. In den Vorbereitungsspielen haben die Schaffhauser ihr Potenzial angedeutet und die beiden Super-League-Vertreter Young Boys und St. Gallen besiegt.

Womöglich bald mit null statt vier Tessiner Clubs

Auf dem Papier verkommt somit Chiasso zum Abstiegskandidaten Nummer eins. Die Tessiner haben als Vorletzte nur zwei Zähler Vorsprung auf Schaffhausen und in der Winterpause vornehmlich junge Spieler verpflichtet. Würden die Grenzstädter absteigen, ginge die nächste Challenge-League-Saison ohne Tessiner Vertreter über die Bühne – ausser Lugano stiege aus der höchsten Spielklasse ab. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass noch vor vier Jahren vier Mannschaften aus der Südschweiz der Challenge League angehört hatten.

Mit fünf Punkten Vorsprung ist auch Cup-Viertelfinalist Winterthur noch nicht gesichert. Bereits morgen begegnen sich Winterthur und Chiasso am südlichsten Zipfel des Landes. (sdu)