«Der Schnaps war gut und sehr stark»: Wovon der 20-jährige Roger Federer träumte

Heute vor 18 Jahren gewann Roger Federer bei einem Einladungs-Turnier in St. Anton eine Harley Davidson, die er seinem Vater Robert schenkte. Im Gästebuch bedankte sich der Baselbieter artig für Speis und Trank.

Simon Häring
Hören
Drucken
Teilen
Heute vor 18 Jahren spielte Roger Federer in St. Anton. Ein Gästebucheintrag erinnert an Federers ereignisreiche Tage in Österreich.

Heute vor 18 Jahren spielte Roger Federer in St. Anton. Ein Gästebucheintrag erinnert an Federers ereignisreiche Tage in Österreich.

Bild: Keystone

Roger Federer erzählt sie gerne, die Geschichte davon, dass er einfach ein normaler Junge gewesen sei, der in Basel aufwuchs und davon träumte, Tennisprofi zu werden. Als er 2001 ein Einladungs-Turnier in St. Anton spielt, ist der Traum bereits Realität.

Federers Wimbledon-Sieger bei den Junioren. Ein Versprechen für die Zukunft. Im Final besiegt er den Österreicher Markus Hipfl mit 2:6, 7:6, 10:7 im Champions Tiebreak. «Es war ein glücklicher Sieg», gibt sich Federer demütig. Als Preis nimmt er eine Harley Davidson mit nach Hause, die er seinem Vater Robert schenkt.

Roger Federer träumte früh von einer Karriere als Tennisprofi. Als er 2001 in St. Anton spielt, ist der Traum bereits Realität.

Roger Federer träumte früh von einer Karriere als Tennisprofi. Als er 2001 in St. Anton spielt, ist der Traum bereits Realität.

Bild: Keystone

Das ist am 12. Dezember 2001, also auf den Tag genau vor 18 Jahren. Ein Gästebucheintrag erinnert an Federers ereignisreiche Tage in Österreich. «Danke für den schönen Abend und hoffentlich hast Du recht gehabt mit der Nummer 1. Ich werds auf jeden Fall probieren und davon träumen.

Der Schnapps war gut und sehr stark. Das Essen spitzenklasse. Danke und bis bald hoffentlich», schreibt Federer, der zu damals schon die Nummer 13 der Welt ist. Knapp zwei Jahre grüsst Federer tatsächlich vom Tennis-Thron. Insgesamt 310 Wochen führte er die Weltrangliste an. Und auch 18 Jahre später gehört der Baselbieter noch zu den Weltbesten.

Übrigens: Beim Turnier in St. Anton schwingt auch bei den Frauen eine Schweizerin obenaus: Patty Schnyder bezwingt die Slowakin Henrietta Nagyova. Nicht überliefert ist, ob sie ebenfalls mit Schnaps feierte. Oder doch eher mit einem Glas Orangensaft.