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Der SC Kriens kämpft gegen Servette wie die Gallier

Der SC Kriens spielt im achten Challenge-League-Spiel zum sechsten Mal Unentschieden. Auch in Genf überzeugen die Krienser mit einem couragierten und disziplinierten Auftritt.
Nicola Berger, Genf
Kriens-Spieler Nico Sigrist traf in Genf bei Servette. (Bild: Jakob Ineichen (Kriens, 24. März 2018))

Kriens-Spieler Nico Sigrist traf in Genf bei Servette. (Bild: Jakob Ineichen (Kriens, 24. März 2018))

Der Krienser Trainer Bruno Berner knobelte am Dienstag eine Einigelungstaktik aus, von so virtuoser Schönheit, dass sie als Stoff für einen neuen Asterix-Band taugen würde, eine dieser wunderbaren Comicgeschichten, in dem übermächtige Römer das Réduit der tapferen Gallier einfach nicht zu knacken vermögen.

Nun waren nicht Römer, sondern Romands die Gegner des SC Kriens, der tief gefallene 17-fache Meister Servette FC, aber am Erzählstrang ändert das nichts. Die Krienser igelten sich mit zehn Mann am eigenen Strafraum ein, einzig Stürmer Saleh Chihadeh agierte etwas vorgeschoben. Das Konzept war ebenso simpel wie effektiv: Servette fand gegen tapfere, lauffreudige, solidarische Krienser kein Rezept und offenbarte verblüffende Ideenlosigkeit. Beinahe hätte der flinke Chihadeh in der 39. Minute von einem Aussetzer des Genfer Captains Christopher Routis profitieren und den Krienser Führungstreffer erzielen können. Erst in der 70. Minute überwand Alexandre Alphonse, der früher einmal im FC Zürich engagierte französische Angreifer, das Krienser Bollwerk zum 1:0. Man wähnte die Gäste erledigt, vielleicht auch etwas entkräftet nach dem samstäglichen Abnützungskampf mit Chiasso, doch fünf Minuten nach dem Nackenschlag durch Alphonse erzielte Nico Siegrist den Ausgleich. Fraglos war das glückhaft, Servette spielte 90 Minuten lang auf ein Tor, aber angesichts der couragierten Krienser Defensivleistung und des uninspirierten Genfer Auftritts möglicherweise auch so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit.

Wie zum Saisonstart in Lausanne (1:1) gelang es dem Aufsteiger so, ein Gastspiel bei einem übermächtig wirkenden Gegner aus der Romandie ungeschlagen zu überstehen.

Servette dagegen bleibt abermals weit hinter den Erwartungen zurück. Nach der indiskutablen Vorsaison, an deren Ende der Rückstand auf den Aufsteiger Xamax 23 Punkte betrug, enttäuschen die Genfer unter dem Trainer Alain Geiger erneut. Den Kriensern können die Genfer Sorgen egal sein – bereits am Freitag wartet der Vergleich mit dem FC Schaffhausen. Die Schaffhausener unterlagen in Aarau mit 1:3 – und kassierten dabei gleich drei rote Karten. Die sich abzeichnenden personellen Probleme beim Gegner könnten es den Kriensern erlauben, im neuen Stadion in eine andere Rolle als jene der gallischen Réduit-Verteidiger zu schlüpfen.

Servette – Kriens 1:1 (0:0)
Stade de Genève. – 1580 Zuschauer. – SR Tschudi.
Tore: 70. Alphonse 1:0. 75. Siegrist 1:1. -
Servette: Frick; Sarr, Rouiller, Routis, Busset (77. Sauthier); Stevanovic, Cognat (84. Follonier), Cespedes, Wüthrich (63. Antunes); Schalk (64. Silva Chagas), Alphonse.
Kriens: Enzler; Urtic, Fanger (84. Seferagic), Elvedi, Mijatovic (61. Selmani); Hasanaj (66. Cirelli); Siegrist, Schilling, Wiget, Kleiner; Chihadeh (78. Ulrich).
Bemerkungen: Servette ohne Imeri und Lang (beide verletzt) sowie Mfuyi (gesperrt) und Kone (keine Arbeitsbewilligung). Kriens ohne Röthlisberger, Sulejmani, Costa, Fäh und Bürgisser (alle verletzt). – Verwarnungen: 12. Cespedes (Foul). 61. Wiget (Foul). 88. Gelb-rote Karte gegen Cespedes (Foul).

Die Statistik des Spiels

Servette Kriens
Schüsse 18 3
Schüsse aufs Tor 5 2
Torumrandung 0 0
Ballbesitz 69% 31%
Eckbälle 9 0
Offsides 3 0
Fouls 11 9
Gelbe Karte 1 2
Rote Karte 1 0

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