Der letzte Wurf von Peyton Manning

Einen Monat nach dem Gewinn des Superbowls 50 setzt Peyton Manning seiner Profikarriere ein Ende. Nach dem Rücktritt geht es auch darum, wo der Star-Quarterback in der Geschichte der NFL einzuordnen ist. Die meisten Experten sehen ihn als Nummer drei.

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AMERICAN FOOTBALL. Es war eine emotionale Abschiedsrede, die Peyton Manning vor den versammelten Medien hielt. Der 39jährige Quarterback aus New Orleans riss Witze, vergoss Tränen und schloss sinnigerweise mit dem Schlachtruf «Omaha», der während Mannings 18jähriger Profikarriere zu seinem Markenzeichen geworden war – und dessen Bedeutung Manning bis zuletzt nicht aufgelöst hatte.

Nach 14 Jahren bei den Indianapolis Colts und vier weiteren Saisons mit den Denver Broncos setzte der Starspieler seiner Zeit in der National Football League (NFL) ein Ende. «Nach 18 Jahren ist es Zeit zu gehen. 18 ist eine gute Zahl», sagte der Spieler, der immer die 18 auf dem Rücken trug. «Sie müssen sich nicht fragen, ob ich das Spiel vermissen werde. Natürlich werde ich das.»

Zuverlässigkeit nahm ab

Manning, der in seinen ersten 13 Profijahren kein einziges Spiel verpasst hatte, kämpfte zuletzt immer wieder mit körperlichen Beschwerden. Auch vor seinem zweiten Superbowl-Triumph am 7. Februar dieses Jahres war Denvers Quarterback lange verletzt gewesen. Das erste Mal hatte er den wichtigsten Titel im American Football 2007 mit Indianapolis gewonnen. Manning ist der einzige Quarterback, der als Starter mit zwei unterschiedlichen Teams triumphierte.

Hinter Brady und Montana

Für viele NFL-Experten galt Manning als bester Quarterback in der Regular Season. Weil er im Playoff aber oft Nerven zeigte, werden der noch aktive Tom Brady von den New England Patriots und der 1994 zurückgetretene Joe Montana von den San Francisco 49ers mehrheitlich besser eingestuft. (mat)