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Schwingerkönig Jörg Abderhalden schaut in die Zukunft und tippt die Ostschweizer Spitzenpaarungen

Der Toggenburger schätzt die Chancen der Nordostschweizer zum Auftakt des Eidgenössischen Schwingfests ein. Anschwingen ist am Samstag um 8 Uhr.
Ives Bruggmann
Schwingerkönig Jörg Abderhalden tippt auf drei Nordostschweizer Siege in den Spitzenpaarungen zum Auftakt.

Schwingerkönig Jörg Abderhalden tippt auf drei Nordostschweizer Siege in den Spitzenpaarungen zum Auftakt.

Er gilt als einer der Besten überhaupt im Schwingsport. Jörg Abderhalden hat in seiner Karriere dreimal das Eidgenössische Fest für sich entschieden. Er ist der Einzige, der neben dem Königstitel auch das Unspunnenfest und den Kilchberger Schwinget gewann. Heute amtet der 39-Jährige als Technischer Leiter der St.Galler Schwinger. In Zug ist er als Experte für das Schweizer Fernsehen im Einsatz.

Die Neuauflage des letzten Schlussgangs

Zu Beginn kommt es zur Reprise des Endkampfes vor drei Jahren: Armon Orlik gegen Matthias Glarner. Damals behielt der Berner die Oberhand und wurde Schwingerkönig. «Bis zuletzt habe ich nicht an diese Paarung geglaubt, weil Glarner nach seiner Verletzung schlicht nicht sein früheres Niveau erreichte.» Doch dann trumpfte dieser am Berner Kantonalen derart auf, dass Chef-Einteiler Samuel Feller nicht auf dieses Aufeinandertreffen verzichten wollte. «Favorit ist für mich Orlik», sagt Abderhalden. «Er ist der austrainierteste Schwinger überhaupt.» Ein akribischer Arbeiter, der das komplette Paket mitbringe. «Ein kleines Fragezeichen bleibt nach der Rückenverletzung auf der Schwägalp.»
Tipp: Sieg Orlik

Eine Frage der Form und der Intelligenz

Der Gang zwischen Samuel Giger und Nick Alpiger birgt viel Brisanz. Der Nordwestschweizer hatte eine glänzende Saison mit dem Sieg am Innerschweizer Fest als Höhepunkt. Abderhalden: «Er ist ein sehr intelligenter Schwinger, der mit viel Gefühl für die Situation ausgestattet ist.» Abderhalden rechnet damit, dass Alpiger nach seiner Oberschenkelverletzung wohl auf einen gestellten Gang aus ist. Dennoch ist der dreifache Schwingerkönig von einem Sieg Gigers überzeugt. «Er wird den ersten Kampf gewinnen.» Auch für den weiteren Festverlauf sieht er Giger gewappnet. «Er ist das grösste Talent, bringt von Natur aus schon vieles mit.» Noch wichtiger ist aber: «Man hat zuletzt auf der Schwägalp gesehen, dass er schwingerische Fortschritte erzielte.» Eine weitere Stärke Gigers sei, dass er fast keine Gänge verliere. «Ein Wettkampftyp mit ausgeprägtem Killerinstinkt», nennt es Abderhalden. Deswegen ist Giger für ihn – zusammen mit dem Innerschweizer Pirmin Reichmuth – der Topfavorit auf den Festsieg. Tipp: Sieg Giger

Das Aufeinandertreffen der Schwergewichte

In den letzten zwei Begegnungen zwischen Daniel Bösch und Sven Schurtenberger behielt der Toggenburger die Oberhand. Dennoch warnt Abderhalden seinen St.Galler Schützling vor dem 133 kg schweren Luzerner. «Da muss er alles hervornehmen, um diesen Gang zu gewinnen. Aber er packt das.» Dass sich Bösch ein wenig im Schatten von Giger und Orlik befindet, schätzt Abderhalden als Vorteil ein. «Das könnte ihm zu Gute kommen. Ich traue ihm viel zu.» Bösch sei ein Wettkampftyp, der viel über das Gespür arbeite. Zudem habe er mit dem Unspunnensieg bewiesen, dass er grosse Feste gewinnen kann.
Tipp: Sieg Bösch

Ein Auftaktspezialist und viele Fragezeichen

Eine Niederlage befürchtet Abderhalden beim Thurgauer Domenic Schneider gegen Benji von Ah. Der Innerschweizer ist gemäss Abderhalden «ein Spezialist für die ersten Gänge».
Tipp: Sieg von Ah

Wiederholung von 2017

Den Kampf zwischen dem Appenzeller Michael Bless und dem Berner Remo Käser gab es schon am vergangenen Eidgenössischen in Estavayer. Abderhalden tippt auf denselben Sieger: Käser.
Tipp: Sieg Käser

Andereggs Stil passt nicht zu Rychen

Sowohl der Glarner Roger Rychen als auch der Berner Simon Anderegg hatten eine durchzogene Saison. «Anderegg siegt, weil seine Schwingweise nicht zu Rychen passt.»
Tipp: Sieg Anderegg

Als König wünscht sich Abderhalden übrigens nur einen: den Besten.

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