Der «König» bereitet für einmal nur vor

Beim Spiel in Altstätten ist der FC Widnau überlegen, gewinnt aber nur knapp mit 2:1. Der Widnauer Andreas Lo Re, vergangene Saison bester Torschütze des FC Altstätten, verpasst gegen seine ehemaligen Mitspieler einen Torerfolg.

Beni Bruggmann
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Andreas Lo Re (Bild: Ulrike Huber)

Andreas Lo Re (Bild: Ulrike Huber)

HANDBALL. Er heisst Andreas Lo Re, ist 21jährig und hat in diesem Sommer von Altstätten zum Rivalen Widnau gewechselt. «Wir hätten Andreas gerne behalten», sagt Altstättens Präsident Bruno Ritter. Aber Lo Re wollte den Verein verlassen. Er, der vorher mit Herisau in der 2. Liga gespielt hatte, sagt: «Ich bin jetzt anderthalb Jahre in Altstätten gewesen. Wir waren eher etwas nach hinten orientiert. Jetzt will ich mit Widnau ganz vorne dabei sein.» Sein bester Kollege, Egzon Shabani, wechselte gleichzeitig von Altstätten zum SC Brühl. Deshalb fiel ihm der Abgang wohl etwas leichter.

Zwei grosse Chancen

Lo Re ist in Appenzell aufgewachsen. Er ist Italiener. Lo Re heisst auf deutsch «der König». Mit seinen 17 Toren wurde er in der vergangenen Saison seinem Namen gerecht. Er war bester Torschütze des Vereins. In diesem Spiel bleibt der «König» aber einiges schuldig. Er vergibt zwei grosse Chancen, in der ersten Halbzeit trifft er aus kurzer Distanz nur den Pfosten des leeren Tores, in der 82. Minute bringt er einen Abpraller nicht am Altstätter Goalie vorbei. «Ich bin mit meiner Leistung zufrieden», sagt Lo Re am Schluss, «aber ein Tor hätte ich unbedingt erzielen müssen.» Der Fehlschuss in der 13. Minute hat Auswirkungen. Aus dem flinken Stürmer wird ein Spieler, der sich mit gesenktem Kopf zögernd bewegt, der sich in den Zweikämpfen gegen seine ehemaligen Kollegen nicht oft durchsetzen kann. Die Körpersprache drückt eine gewisse Resignation aus. Doch er kommt wieder besser ins Spiel. «An unseren beiden Toren war ich beteiligt», sagt er zufrieden. Nach dem 1:0 durch Altstättens Murat Yildiz schon in der zweiten Minute gleicht Dominik Nüesch noch vor der Pause aus. Der Siegtreffer in der 63. Minute ist durch Lo Re und Sturmpartner Irisme Sahin so perfekt vorbereitet, dass Bujar Thaqi nur noch einschieben muss.

Keine Pfiffe

Zwei Minuten vor Schluss wird Lo Re ausgewechselt. Das Prozedere läuft gesittet ab. Das ist nicht selbstverständlich. Als der Stürmer vergangene Saison, im Cupspiel gegen die SV Schaffhausen, eingewechselt worden war, hatten ihn die Anhänger des FC Altstätten ausgepfiffen, weil der Wechsel zu Widnau bereits feststand. Diesmal geht es ohne Pfiffe.