Der HC Kriens-Luzern will mit Selbstvertrauen Schritt um Schritt in den Playoff-Final

Der HC Kriens-Luzern startet heute Abend (Krauerhalle, 20 Uhr) gegen St.Otmar ins neue Handballjahr.

Roland Bucher
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Die Rückkehr von Captain Thomas Hofstetter (Mitte) steht bevor.

Die Rückkehr von Captain Thomas Hofstetter (Mitte) steht bevor.

Pius Amrein (Kriens, 7. September 2019)

Die Stimmung im Verein ist gut, sie beinhaltet nach dem starken Transfer von Janus Lapajne, dem 24-jährigen slowenischen Regisseur für die nächste Saison, nun definitiv die Orientierung nach vorne. Ganz nach vorne. Der HC Kriens-Luzern kommuniziert ohne Umschweife Selbstvertrauen, natürlich auch für das Finale dieser Meisterschaft. Die Mannschaft ist derzeit auf Rang drei positioniert, zehn Qualifikations-Partien stehen noch bevor. HCK-Trainer Goran Perkovac schwebt vor, sogar Pfadi Winterthur auf Rang zwei anzugreifen: «Aber wichtig ist, dass wir unter den ersten Vier bleiben. Das Heimrecht ist in den Playoffs von enormer Bedeutung.»

Hofstetter-Comeback möglich

Doch das ist noch Zukunftsgeflüster. Heute (Krauerhalle, 20 Uhr) ist nach fünfwöchiger Pause Re-Start. Der Gegner, St.Otmar St.Gallen, von einem Kaliber, welches Perkovac durchaus beeindruckt: «In dieser Mannschaft steckt unerhört viel Routine – und mit Goalie Bringolf und Spielertrainer Bo Spellerberg die Klasse ausserordentlicher Handballer.» Nichtsdestotrotz: «Das Spiel ist zwar nicht wegweisend, aber wir müssen es gewinnen. Dann werden wir uns den Platz im Spitzenquartett nicht mehr stehlen lassen.»

Die Pause habe nicht optimal genützt werden können, gesteht Perkovac. Denn etliche Spieler seien aus Verletzungsgründen nicht oder nur beschränkt in den Trainings zugegen gewesen: Schlumpf fiel mit einer Blutvergiftung aus, Idrizi erlitt eine Thrombose und ist frühestens in den Playoffs wieder parat, Captain Hofstetter und Papez, rechter Rückraumschütze, tasteten sich zögerlich heran. Immerhin: Regisseur Hofstetter hat sich von einer Operation am Ellbogen so weit erholt, dass er auf der Bank pikettmässig parat ist. Dass allen recht wäre, wenn seine Teamkollegen derart auftrumpfen würden, dass der Ende Saison ins zweite Glied Zurücktretende noch eine weitere Schonfrist einziehen könnte – das behauptet natürlich keiner.

Standortbestimmung also heute Abend, in den Hinterköpfen der Krienser schwirrt indes schon das Playoff herum, «nicht dominierend», betont Perkovac, «aber man macht sich halt so seine Gedanken». Die wären? «Wer in den Playoffs steht, der denkt an mehr. Wir formulieren nicht den Final als Zielvorgabe, aber natürlich möchten wir dorthin.» Der Mut und die Zuversicht von Perkovac, des kroatischen Olympiasiegers: «Man macht Schrittchen um Schrittchen in einer Meisterschaft, und wenn du deine Ziele konsequent verfolgst, dann stehst du plötzlich im Endspiel.»