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Der FCSG muss den Modus wechseln, denn nun kommen die Grasshoppers

St.Gallens Niederlage gegen die Young Boys war vorhersehbar. Es war nicht alles schlecht, die B-Note wäre bis auf ein paar Ausnahmen gar gut ausgefallen. Bereits am Samstag kommen die kriselnden Grasshoppers zu Besuch.
Christian Brägger
Schiedsrichter Nikolaj Hänni zeigt St. Gallens Milan Vilotic nach einem Notbremse-Handspiel die rote Karte. (Patrick Hürlimann/KEY)

Schiedsrichter Nikolaj Hänni zeigt St. Gallens Milan Vilotic nach einem Notbremse-Handspiel die rote Karte. (Patrick Hürlimann/KEY)

In Schönheit gestorben. So hat es Peter Zeidler nach dem 0:2 gegen die Young Boys zwar nicht formuliert. Aber so gemeint, als er sagte, seine Mannschaft habe wohl mehr für die künstlerische B-Note gespielt. Weil sie mit vielen Querpässen trotz der Wucht des Gegners 55 Prozent Ballbesitz totalisierte. Aber dabei die Richtung vergass, in die es im Fussball gehen muss, und im Zeidler-Fussball besonders schnell: in jene des gegnerischen Tores.

Seoanes Lob für den Gegner

Es war dies eine Erkenntnis von vielen an diesem Abend. Eine weitere gemäss dem St. Galler Trainer war, «dass wir im Prinzip auf einem guten Weg sind und ­irgendwann das Ziel durchaus haben können, gegen die Young Boys zu bestehen». Gerardo Seoane, der Coach der Berner, bei dem man nicht weiss, ob er wegen YB oder YB wegen ihm so fantastisch durchstartet, hatte durchaus Lob für die St. Galler parat. «Sie haben uns mit ihrer Spielweise teilweise unter Druck gesetzt, uns in viele Zweikämpfe verwickelt. Wir konnten nicht so frei aufspielen wie zuletzt.» Natürlich waren im Nachgang der Partie auch die Spieler des FC St. Gallen ein Thema. Mannschaftlich konnten sie die Geschlossenheit und Solidität der Berner nur schon deswegen nicht erreichen, weil in ihrer Startaufstellung sechs und im Verlauf zwei weitere Akteure standen, die erst seit dieser Saison im Kader sind – Alessandro Kräuchi miteingeschlossen.

Dereck Kutesa (Sturm): Note 4. Wird für Kräuchi zur Pause eingewechselt. Ohne nennenswerte Offensivaktion.
Kekuta Manneh (Sturm): Note 4. Bringt die Berner Verteidigung ab und an ins Schwitzen. Manch- mal zu schnell für seine eigenen Füsse.
Alessandro Kräuchi (Sturm): Note 3,5 . Unglückliches Startelf-Début des Eigengewächses. Wird zur Pause ausgewechselt.
Leonel Mosevich (Verteidigung): Note 4. Unaufgeregte Leistung des 21-Jährigen. Ist da, wenn man ihn braucht. Mehr aber auch nicht.
Jordi Quintillà (Mittelfeld): Note 5. Der beste St. Galler. Weiss jederzeit etwas Intelligentes mit dem Ball anzufangen.
Vincent Sierro (Mittelfeld): Note 4,5. Nach dem überragenden Spiel gegen den FC Lugano unauffälliger als auch schon. Macht aber einen guten Job.
Yannis Tafer (Mittelfeld): Note 3,5. Trifft in der ersten Halbzeit den Pfosten. Es bleibt die einzige positive Aktion des Franzosen.
Milan Vilotic (Verteidigung): Note 3. Steht in der ersten Halbzeit mehrere Male falsch. Sieht in der 74. Minute die rote Karte.
Andreas Wittwer (Verteidigung): Note 3. In der Rückwärtsbewegung ist er immer wieder zu spät. Gegen ­vorne inexistent.
Dejan Stojanovic (Tor): Note 4,5. Bei den Gegentreffern ohne Schuld. Zeigt zudem mehrere gute Paraden.
Axel Bakayoko (Mittelfeld): Note – . Kommt für Ben Khalifa (76.). Das reicht nicht für eine Benotung.
Nassim Ben Khalifa (Sturm): Note 4. Stets bemüht. Probiert es immer wieder mit Distanzschüssen. Letztlich aber ohne Erfolg.
Roman Buess (Sturm): Note 3,5. Kommt für Manneh (72.). Nicht zu sehen auf dem Platz. Sieht den Ball nur aus der Ferne.
Silvan Hefti (Verteidigung): Note 3,5. Nicht sein Abend. Steht vor dem 0:1 der Berner im Schilf. In der Offensive harmlos.
14 Bilder

Top oder Flop? Die Spielernoten nach dem Match YB – FCSG

Kräuchis schwieriges Début

Für Kräuchi hätte es gewiss einfachere Débuts geben können als gegen dieses YB, und man ist sich nicht ganz sicher, ob Zeidler ihm damit einen Gefallen getan hat. Der Coach war es nach dem Spiel auch nicht. Zudem war das ­Fehlen von Majeed Ashimeru ­offensichtlich und zeigte, wie ­abhängig die St. Galler nach ­wenigen Runden vom Mittelfeldspieler schon sind. Der Ghanaer fiel Stunden vor dem Anpfiff mit muskulären Problemen aus, wohl als Folge der leichten Knieverletzung von unter der Vorwoche, einer anschliessenden Fehlbelastung und dem Kunstrasentraining. Er sollte am Samstag gegen die Grasshoppers auflaufen können.
Für Milan Vilotic endete der Abend mit der roten Karte (die zweite nach dem Europacup-Heimspiel gegen Sarpsborg) ganz bitter. Der Serbe scheint nicht so richtig anzukommen in St. Gallen, agiert glücklos, und vielleicht ist es auch das Zeidler-System, das ihm nicht behagt. Jedenfalls wird der Coach gegen den ­Rekordmeister die Hintermannschaft erneut umstellen müssen. Ist das die Chance von Alain Wiss, bei dem niemand weiss, wieso er sie bisher nicht erhalten hat? Und was geschieht eigentlich mit Tranquillo Barnetta?
Fragen, die am Samstag einstweilen beantwortet werden. Dann muss St. Gallen um die A-Note spielen; man kann im Pflichtprogrammmodus auch brillieren.

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